Newsletter Chancengleichheit

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Hallo und herzlich willkommen!


Chancengleichheit an der OVGU - das ist unser erklärtes Ziel.

Das soll auch der Newsletter des Büros für Gleichstellungsfragen an der Otto-von-Guericke-Universität widerspiegeln: Deshalb veröffentlichen wir ab jetzt einmal im Monat den Newsletter Chancengleichheit:

Damit wollen wir strukturiert und gezielt Themen für unsere Abonnent:innen im Women-in-Science-Netzwerk aufbereiten. In der Kategorie Was macht eigentlich... möchten wir die Arbeit von Gleichstellungsbeauftragten, Beratungsstellen, Wissenschaftler:innen und Autor:innen in den Fokus rücken. Anlässlich der Wahl der Gleichstellungsbeauftragten an der OVGU vom 15.06. bis 24.06 stellen wir hier Dr. Mareike Fingerhut-Säck vor, aktuell stellvertretende zentrale Gleichstellungsbeauftragte und Kandidatin für die Wahl zur zentralen Gleichstellungbeauftragten.

Im Bereich Chancengleichheit, Gleichstellung und Geschlechterforschung müssen wir uns auch mit den negativen Seiten dieser Felder auseinandersetzen: Sexismus, Antifeminismus, Diskriminierung, unter anderem. Dies wollen wir mit der Kategorie So nicht! auffangen, die aktuelle Beispiele aufgreift und diese kurz und knapp einordnet.

Außerdem will der Newsletter wie bisher über Neues aus der Geschlechterforschung informieren, dazu gibt es Informationen aus Hochschule und Politik mit Blick auf Chancengleichheit, zu Veranstaltungen, Fördermitteln und Preisen, Calls for Papers.

Um noch stärker den Fokus auf Geschlechterforschung und Chancengleichheit zu richten, will die (historisch nicht ganz korrekte) Kategorie Otto fragt Dorothea aktuelle Fragen rund um diese Themen beantworten. Hier lernt Otto von Guericke, der Namensgeber der Universität, von Dorothea Erxleben, der ersten promovierten Ärztin in Deutschland, was es etwa mit dem Paragrafen 175 oder dem Transsexuellengesetz (TSG) auf sich hat. Diesmal geht es um gendersensible Sprache.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Das Büro für Gleichstellungsfragen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 

To read the newsletter in English, please switch to the English website.

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Auf unserer Website finden Sie aktuelle Informationen rund um Chancengleichheit an der Universität, Förderangebote, Termine des Coaching- und Mentoringprogramms COMETiN, Aktivitäten im Rahmen des Magdeburger Gender Campus uvm.

INHALT

Was macht eigentlich....
» ... die Gleichstellungsbeauftragte?
» Weitere Themen
So nicht!
» GNTM: Ein Laufsteg voller Schrecken
» Weitere Themen
Neues aus der Geschlechterforschung
» Gender und Linguistik
» Die neue Ausgabe der Zeitschrift tja?!
» Das Gender Equality in Academia and Research (GEAR) Tool fokussiert Gleichstellung an Universitäten
» Monografie zu Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft erscheint im Sommer 2022
» Weitere Themen
Hochschule und Politik
» Umfrage: Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen
» Start-Up Periodically: Kostenlose Menstruationsartikeln für öffentliche Toiletten
» Umfrage: Diskriminierung an den Hochschulen
» Weitere Themen
Veranstaltungen
» Lesung „Handbuch Feministische Perspektiven auf Elternschaft“ I 2. Juni, OVGU
» LGBTIQ+ Job- und Karrieremesse STICKS & STONES (SXS) I 11. Juni, Berlin
» Fortbildung Körper, Diversität, Divergenz - Konzeptionelle Gestaltungsmethoden I 23.-24. August, Essen
» Lunch Talk: Feminismus – Beziehung – Entgrenzung: Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Sextourismus und Heiratshandel in der BRD ca. 1970-1990 I 16. Juni, ONLINE
» informatica feminale Baden-Württemberg I 2.-6. August, Freiburg
» Film + Gespräch: Les Enfants Terribles / Yaramaz Çocuklar I 10. Juni, Halle
» Diskussion: Das Ende von Roe v. Wade in den USA: Wenn Frauen das Recht genommen wird, über ihre Körper selbst zu bestimmen I 13. Juni, ONLINE
» Weitere Themen
Fördermittel und Preise
» Bis zu 12.000€ für eine Tagung zu „Fußball für Vielfalt“
» COST-Informationsveranstaltung für Antragstellende
» Gerda Henkel Stiftung: Förderschwerpunkt "Flucht"
» Weitere Themen
Call for Papers
» Call for Abstracts: Teaching Gender in MINT in der Pandemie“
» Gender and Nation in East-Central Europe (ca. 1750-ca. 1950)
» Macht und Geschlecht: Verflechtungen, Verwerfungen, Verhältnisse – Transdisziplinäre Analyse
» Genderspezifische und sexualisierte Belästigung, Diskriminierung und Gewalt im Hochschulkontext
» Beiträge für Sammelband zu „Fußball für Vielfalt“
» Tag der Geschlechterforschung am 17. November: KONFLIKTE, KRISEN, KRIEGE. FEMINISTISCHE PERSPEKTIVEN UND POSITIONIERUNGEN
» 12. ZSM-Fachtagung 2022: Idealbilder von Forschung und wissenschaftlicher Karriere in der Diskussion
» Weitere Themen
Otto fragt Dorothea
» Warum brauchen wir gendersensible Sprache?
» Weitere Themen

Was macht eigentlich....

Dr. Mareike Fingerhut-Säck ... die Gleichstellungsbeauftragte?

Dr. Mareike Fingerhut-Säck ist stellvertretende zentrale Gleichstellungsbeauftragte der OVGU und Kandidatin für die Wahl der Gleichstellungsbeauftragten 2022. Wir haben sie gefragt, wie sie sich die Zukunft der Gleichstellung an der OVGU vorstellt.

 

Warum möchtest du Gleichstellungsbeauftragte werden?

Mir ist Chancengleichheit sehr wichtig! Chancengleichheit heißt für mich: Jede:r sollte die gleiche Karriere machen können, egal welches Geschlecht die Person hat. Und daran möchte ich mitwirken. Ich möchte dazu beitragen, dass die OVGU noch stärker den wissenschaftlichen Nachwuchs fördert, besonders auch die weiblichen Postdocs.

Als Geschlechterforscherin bin ich außerdem der Meinung, dass wir die Verbindung zwischen Geschlechterforschung und Gleichstellung noch weiter forcieren müssen. Ich bin ja auch Historikerin und denke, dass ich durch dieses Wissen ein besonderes Verständnis dafür habe, wie die Hindernisse für marginalisierte Geschlechter überhaupt erst entstanden sind und was wir gemeinsam tun können, um diese Barrieren abzubauen. Außerdem möchte ich, dass der Unistandort so auch wieder attraktiver wird für Studierende.

 

Was wäre eine der ersten Maßnahmen, die du gerne umsetzen würdest oder ein Projekt, das dir am Herzen liegt?

Studierendenwerbung ist für mich ein ganz großes Thema. Ich möchte zeigen, dass wir bunt sind; eine Universität für alle. Dabei müssen wir auch die Studierenden miteinbeziehen und zusammen die Gleichstellung und Chancengleichheit an der OVGU voranbringen. Ganz konkret möchte ich in diesem Zuge auch den Gender Campus wieder aktivieren und natürlich: Geschlechterforschung weiter etablieren. Das ist mein großes Herzensprojekt.

 

Was sagt du Kritiker:innen die behaupten, wir brauchen keine Gleichstellungsbeauftragte, wir sind doch gleichgestellt?

Ich verweise dann immer auf den Gender Pay Gap. Frauen verdienen auch 2022 immer noch viel weniger als Männer, bei gleicher Arbeit. Daran erkennt man sehr gut, wie wenig gleichgestellt wir tatsächlich sind. Außerdem sind die Diskriminierungserfahrungen von Frauen und marginalisierten Geschlechtern erheblich und da muss es einfach eine Instanz geben, die sich für diese Gruppen einsetzt. Das ist wichtig, an jeder Uni und in jedem Unternehmen.

 

Was machst du, wenn du nicht gerade als stellvertretende dezentrale Gleichstellungsbeauftragte im Einsatz bist?

Für Gleichstellung kämpft man ja eigentlich immer. Neben meiner Arbeit am Lehrstuhl für die Geschichte der Neuzeit mit Schwerpunkt Geschlechterforschung bin ich in erster Linie Mama und habe einen kleinen Sohn. Außerdem liebe ich das Reisen mit meinem  Mann. Das erweitert nicht nur den Horizont sondern hilft auch in der Gleichstellungsarbeit: Man muss sich auf Dinge neu einstellen und lernt tolerant gegenüber neuen Kulturen zu sein

So nicht!

Screenshot Rezo GNTM: Ein Laufsteg voller Schrecken

Seit Jahren steht das Format Germanys Next Topmodel mit Heidi Klum im Fokus feministischer Kritik. Vor wenigen Tagen, kurz vor dem Finale der mittlerweile 17. Staffel, hat sich Youtuber Rezo, bekannt durch sein Video "Die Zerstörung der CDU" von 2019, das Format vorgenommen.

Im Video GNTM Exposed: Mi$$brauch, Lügen und Minderjährige nimmt der 29-Jährige die Serie Stück für Stück auseinander und weist auf die Sexualisierung minderjähriger Mädchen und den von der Produktionsfirma nochmals verstärkt erzeugten Stress hin, der für Streit unter den Kandidatinnen sorgen soll. Dabei greift er auch die Vorwürfe etlicher ehemaliger Kandidatinnen auf, die Heidi Klum und die Jury schwerste Manipulation Minderjähriger vorwerfen.

Das etwa 30-minütige Video gibt es hier.

Die Vorwürfe sind indes nicht neu. Zahlreiche Magazine und Medien, von Missy Magazine bis zuletzt  Spiegel, kritiseren das Format seit Jahren, für Sexismus, für Tokenisierung von trans Personen und BIPoc, Body Shaming und die ad absurdum-Führung von Body Positivity.

Heidi Klum indes reagierte im Finale vergangene Woche auf die Vorwürfe, jedoch anders als erwartet: "Liebe Kritiker, ich muss Sie leider enttäuschen. Wir machen genauso weiter wie bisher". Sie konstruierte aus der Kritik einen Angriff auf die angebliche Diversität der Sendung.

Wir finden: So nicht!

Neues aus der Geschlechterforschung

Gender und Linguistik

Die Sprachwissenschaftlerin Miriam Lind erklärt im Interview mit Uta C. Schmidt vom Blog interdisziplinäre Geschlechterforschung nicht nur kurz und knapp, worum es bei geschlechterinklusiver Sprache geht. Sie lässt uns auch teilhaben an Erkenntnissen, die die Historische Sprachwissenschaft des Deutschen für aktuelle Gespräche über generische Maskulina und das Verhältnis von grammatischem und sozialem Geschlecht bereithält.

Mehr zu gendersensibler Sprache ist in dieser Ausgabe auch in der Kategorie Otto fragt Dorothea zu finden.

Die neue Ausgabe der Zeitschrift tja?!

Die Studierendenzeitschrift tja?! will Bewusstsein für Themen rund um Geschlechterforschung schaffen. Nach dem ersten Themenheft zu Gender liegt nun die zweite Ausgabe vor zu den Themen Kulturelle Identität und Diversität.

Zum Inhalt heißt es aus der Redaktion:

"Mit dem Start ins neue Jahr, der mehr oder weniger gut überstandenen Klausurenphase und dem Start ins neue Semester, kommt auch immer das hoffnungsvolle Gefühl auf einen kleinen Neustart auf. Die Coronamaßnahmen lockern sich – vielleicht haben wir das Schlimmste überstanden. Gleichzeitig überschatten jedoch andere Ereignisse auf der Welt dieses Gefühl des Optimismus: Die Olympischen Winterspiele in China sind begleitet von der Fiktion der „politischen Neutralität“ des IOC’s. Der Krieg in der Ukraine lässt Erinnerungen an den Kalten Krieg aufkommen und bringt Krieg und Leid zurück in die Realität Europas. 

Warum Sport auch immer politisch ist und wie dieser von der Politik instrumentalisiert wird, könnt ihr in dem Artikel von Paula „Schwarz-Rot-Gold“ auf Seite 24 nachlesen. Mit der Frage, wie die deutsche Vergangenheit auch heute noch einen großen Einfluss auf die Identitätsbildung vieler Menschen hat und woraus sich die ostdeutsche Identität konstituiert, damit haben sich Naomi und Lara beschäftigt. 

Wie sich Rassismuserfahrungen auf die eigene Identität auswirken und diese prägen, veranschaulicht Rabia in ihrem Kommentar ab Seite 7. 

Außerdem hat Rabia sich kritisch mit der Repräsentation und Diversität im Verlagswesen beschäftigt und bietet einen Blick hinter die Kulissen. Diesen Artikel findet ihr ab Seite 28."

Mehr Infos zum Magazin und die erste Ausgabe findet ihr hier. Das Projekt ist auch auf Instagram vertreten.

Das Gender Equality in Academia and Research (GEAR) Tool fokussiert Gleichstellung an Universitäten

Gleichstellungsmaßnahmen sind mittlerweile fester Bestandteil zahlreicher Ausschreibungen und Fördermittel. Das Tool Gender Equality in Academie and Research (GEAR) bietet seit 2015 Orientierung und Beratung zur Gleichstellungsarbeit in den Bereichen Forschung und Innovation. Mit den neuen Anforderungen im Bereich Gleichstellung des EU-Programms Horizon Europe und den dazugehörigen Fördermitteln an die Bereiche Forschung und Innovation hat das GEAR-Tool ein Update bekommen und ist auf die neuen Richtlinien abgestimmt.

Was ist GEAR?

Das GEAR-Tool bietet Anleitungen und Informationen zur Implementierung eines GEP (Gender Equality Plan) in einer Organisation, um den strukturellen und kulturellen Wandel in Richtung Geschlechtergleichstellung zu fördern. Es ist in verschiedene Sektionen gegliedert.

Weitere Infos zu Anwendung, Implementierung und Zielgruppe gibt es hier

 

Das Buch Der Liebe und dem Leid. Das Institut für Sexualwissenschaft 1919-1933 Monografie zu Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft erscheint im Sommer 2022

Ende Juni 2022 wird die große Monografie von Rainer Herrn „Der Liebe und dem Leid. Das Institut für Sexualwissenschaft 1919-1933“ im Suhrkamp Verlag erscheinen.

Aus dem Inhalt:

Als Magnus Hirschfeld 1919 sein Institut im Berliner Tiergarten eröffnete, schien der jungen Disziplin der Sexualwissenschaft die Zukunft zu gehören. Die umfangreiche Bibliothek, die vielfältigen Sammlungen, Beratungs- und Therapieangebote lockten Patienten und Besucherinnen aus der ganzen Welt an. Menschen aller Schichten konnten sich vor Ort über Empfängnisverhütung oder den Schutz vor Geschlechtskrankheiten informieren. Doch das Institut sollte lange die einzige Einrichtung mit dem Ziel bleiben, das Thema Sexualität in seiner ganzen Breite zu behandeln. Hirschfeld und seine Mitarbeiter waren dabei stets Anfeindungen durch politische und wissenschaftliche Gegner ausgesetzt, die 1933 in der Plünderung des Instituts durch die Nationalsozialisten und seiner Schließung mündeten.

Geplante Veröffentlichung: 13. Juni 2022

Mehr Infos zum Buch gibt es hier.

Hochschule und Politik

Spar-Survey Umfrage: Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen

Sichtbarkeit von Frauen und marginalisierten Geschlechtern in der Wissenschaft ist nach wie vor ein umkämpftes Feld. Laut Statista gab es im Jahr 2020 mehr als 36.000 hauptberufliche Professorinnen und Professoren an deutschen Hochschulen, Geschlechter außerhalb des binären Geschlechtersystems wurden nicht erhoben. Mit knapp 12.500 Professorinnen liegt der Frauenanteil bei circa einem Drittel.

Hier setzt das Projekt Spark an. Das Akronym steht für „sichtbare Potenzialträgerinnen als Rollen(vor)bilder wissenschaftlicher weiblicher Karrieren“. Spark will die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft untersuchen und dabei wissenschaftlich fundiert und begleitet ein Workshopformat entwickeln, um Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Karrierestufen darin zu unterstützen, mehr Sichtbarkeit für sich zu erlangen. Für die am Pilotworkshop beteiligten Wissenschaftlerinnen soll dieses Ziel der gesteigerten Sichtbarkeit bereits während der Projektlaufzeit erreicht werden.

Im Moment ist das Spark-Team dabei, bestehende Erfahrungen und Bedarfe zu erheben. Noch bis zum 16. Juni haben Forscherinnen die Chance, Faktoren zu nennen, die ihre Sichtbarkeit ihrer Meinung nach beeinträchtigen oder auch fördern. Die Angaben bleiben anonym.

 

Hier geht es zur Umfrage: https://www.soscisurvey.de/spark-survey/?wt_zmc=nl.int.zonaudev.112331552451_386520408117.nl_ref.

 

Weiterführende Informationen gibt es hier.

Das Start-Up Periodically Start-Up Periodically: Kostenlose Menstruationsartikeln für öffentliche Toiletten

An vielen Hochschulen, Unis und öffentlichen Toiletten generell sind kostenlose Menstruationsartikel immer noch keine Selbstverständlichkeit. Dabei ist der Bedarf hoch: 86 Prozent der in einer Studie befragten Frauen gaben an, mindestens einmal ihre Menstruation unerwartet, ohne Menstruationsartikel bekommen zu haben, 79% dieser Frauen improvisierten mindestens einmal, indem sie sich eine Binde aus Toilettenpapier oder etwas anderem bastelten.

Das Start-Up Periodically von Katharina Weißig und Corvin Groß will das mit Spendern, die kostenlos Binden und Tampons bereitstellen, ändern. Was als studentische Idee anfing, hat sich mit Unterstützung des Transfer- und Gründerzentrums der Otto-von-Guericke-Universität zu einem Start-Up ausgegründet. Auf der Seite des TUGZ gibt es ein Interview mit den Gründer:innen.

Mehr Infos zu Periodically, das unter anderem von der Charité Berlin und der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig unterstützt wird, gibt es hier.

Umfrage zu Diskriminierungsrisiken Umfrage: Diskriminierung an den Hochschulen

Am 10. Mai ist im Auftrag der Hochschulen Anhalt, Harz, Magdeburg-Stendal, Merseburg, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die Online-Mitglieder-Umfrage zu Diskriminierungsrisiken an Hochschulengestartet.

Hochschulen sind Orte der Vielfalt und des produktiven Miteinanders. Um an den beteiligten Hochschulen die Toleranz und Zukunftsfähigkeit weiter zu stärken, will die Umfrage Einfallstore für Diskriminierungserfahrungen aufdecken und beseitigen. Die Initiatorinnen der Umfrage sind Mitarbeiterinnen des Projektverbundes FEM POWER des Landes Sachsen-Anhalt. FEM POWER selbst ist ein siebenjähriges Förderprogramm des ESF und des Landes Sachsen-Anhalt zur Herstellung und Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung. Es ist an den hiesigen Hochschulen und Universitäten wie auch den Leibniz-Instituten angesiedelt.

Hier ist der Link zur Umfrage in deutscher und englischer Sprache. Über diesen Link kann jedes Mitglied einer der genannten Hochschulen an der Erhebung teilnehmen. Hilfe bei  technischen Problemen gibt es unter evasys@hs-merseburg.de. Die Befragung läuft ausschließlich online und ist mit jedem internetfähigen Endgerät möglich. Die Teilnahme ist bis einschließlich 17. Juni 2022 möglich.

Die Teilnahme ist freiwillig. Die Hochschulen erhalten nur anonymisierte gruppenspezifische Auswertungen.

Veranstaltungen

Lesung zum Handbuch Feministische Perspektiven auf Elternschaft am 2. Juni an der OVGU Lesung „Handbuch Feministische Perspektiven auf Elternschaft“ I 2. Juni, OVGU

Das gerade erschienene „Handbuch Feministische Perspektiven auf Elternschaft“ vereint 50 Stimmen des Feminismus zu bisher marginalisierten Themenfeldern im deutschsprachigen Diskurs, so z. B. trans Elternschaft, begleitete Elternschaft oder rassismuskritische Perspektiven auf Elternschaft.

Gemeinsam mit Alicia Schlender, einer der Herausgeber*innen sowie zwei Autor*innen des Buches wird das Handbuch vorgestellt sowie den Fragen nachgegangen, was Elternschaft mit Feminismus zu tun hat und wie feministische Utopien eines guten Lebens mit Kindern und einer befreiten Gesellschaft aussehen können.

Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem KgKJH, dem Volksbad Buckau, c/o Frauenzentrum Courage, der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und Dr.in Tina Jung, der Marianne-Schminder-Gastprofessorin für Geschlechterforschung an der Uni Magdeburg und findet im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „20 + 1 Jahre Koordinierungsstelle" statt.

Wann & wo: 2. Juni, 18 Uhr, Festzelt vor Gebäude 18, Universitätsplatz 2.

Die Messe Sticks & Stones LGBTIQ+ Job- und Karrieremesse STICKS & STONES (SXS) I 11. Juni, Berlin

Nach 2 Jahren der Pandemie findet am 11. Juni die 13. LGBTIQ+ Job- und Karrieremesse STICKS & STONES (SXS) wieder offline in Berlin statt. 

 
Über 120 Unternehmen und Organisationen stellen sich auf der Messe vor. Mit dabei sind etwa PAYBACK, die Deutsche Bahn, BCG Platinion, Sony Music Entertainment, die Autobahn GmbH des Bundes, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Henkel, BNP Paribas, Inditex, McKinsey & Company, EY, Pfizer, Accenture, Apple, Tesla, HUGO BOSS und viele weitere mehr. Einen Überblick über alle Ausstellenden gibt es hier.

Auf den Stages sprechen am 11. Juni über 30 Speaker:innen zu Themen rund um Karriere und Job. Dazu gibt es Networking-Sessions, ein kostenfreies Tattoo und Bewerbungsfotos.

Hier können sich Studierende ein kostenloses Ticket sichern.

Fortbildung Körper, Diversität, Divergenz - Konzeptionelle Gestaltungsmethoden I 23.-24. August, Essen

Die zweitägige Fortbildung verbindet das Thema Körperdiversität und körperbezogene Diskriminierung mit konzeptionellen Gestaltungsmethoden für die (kultur-)pädagogische Praxis mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Beide Themen sind in jugendlichen Lebenswelten vor allem bei der Nutzung sozialer Medien eng verwoben und hoch aktuell.

Bodyismus und Lookismus beschreiben die Diskriminierung von Menschen aufgrund vorherrschender Schönheits- und Körpernormen. Im ersten Teil der Fortbildung werden Fragen wie: Welche Formen nimmt körperbezogene Diskriminierung an? Wie sind Bodyismen und Lookismen mit anderen Diskriminierungsformen wie z.B. Rassismus verschränkt? geklärt. Zusätzlich reflektieren die Teilnehmer*innen ihren eigenen Umgang mit Körpern durch Übungen und Austausch.

Im zweiten Teil der Fortbildung stehen konzeptionelle Gestaltungsmethoden im Bereich Fotografie und Social Media im Fokus. Nach einer grundlegenden Einführung in konzeptionelle Gestaltungsmethoden erarbeiten die Teilnehmer*innen anhand von konkreten Praxisbeispielen Möglichkeiten diese in der eigenen kulturpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen einzusetzen.

Die Fortbildung wird in Kooperation mit der LAG Kunst & Medien NRW umgesetzt. Die LAG Kunst & Medien NRW e.V. ist ein landesweiter Träger der kulturellen Jugendarbeit und generiert gemeinsam mit Netzwerkpartnern ein vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche in den Bereichen Fotografie, Mediengestaltung sowie bildnerisches und kreatives Arbeiten.

Termine: 23. & 24. August

Ort: Limbecker Platz 7, 45127 Essen

Kosten: 150 Euro bis zum 28. Juni, danach 170 Euro.

Referentinnen:

1. Tag: SARAH NAVARRO   |   FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW
2. Tag: JARA REKER |  LAG Kunst & Medien NRW

Online-Vortrag: Rethinking sex. brain, and gender beyond the binary Vortrag Rethinking sex, brain, and gender beyond the binary I 7. Juni, ONLINE

Am 7. Juni spricht Daphna Joel um 15 Uhr über „Rethinking sex, brain, and gender beyond the binary“ im Rahmen der Vortragsreihe Gender and Neuroscience. Daphna Joel ist Professorin an der School of Psychological Sciences und der Sagol School of Neuroscience an der Universität Tel Aviv.

Der Vortrag wird auf Englisch sein, aber es gibt die Möglichkeit, Fragen auf Deutsch zu stellen, die dann übersetzt werden.

Weitere Informationen zu Daphna Joel und ihrer wissenschaftlichen Arbeit gibt es hier.

 Um vorherige Anmeldung per Email wird gebeten unter sarah.czerney@lin-magdeburg.de.

Das Margherita von Bretano-Zentrum Lunch Talk: Feminismus – Beziehung – Entgrenzung: Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Sextourismus und Heiratshandel in der BRD ca. 1970-1990 I 16. Juni, ONLINE

Die Gender Lunch Talks des Margherita von Bretano-Zentrums der Freien Universität Berlin wollen die Geschlechterforschung an der FU sichtbarmachen und die Vernetzung von Forscher:innen fördern.

Der nächste Termin:
Donnerstag, 16.6.2022, 12:30-13:30 Uhr (online)
Jun.-Prof. Dr. Ulrike Schaper (Friedrich-Meinecke-Institut): Feminismus – Beziehung – Entgrenzung: Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Sextourismus und Heiratshandel in der Bundesrepublik Deutschland, ca. 1970-1995.

Teilnahme unter: https://fu-berlin.webex.com/fu-ber-lin/j.php?MTID=m0f1bf9505ade1701ed7436d0083ec79e
Meeting-Kennnummer: 2733 116 8035
Passwort: M4DnjEpFP54

informatica feminale informatica feminale Baden-Württemberg I 2.-6. August, Freiburg

Die informatica feminale Baden-Württemberg ist eine Sommerhochschule für Studentinnen und interessierte Frauen aus dem Bereich Informatik und verwandten Fachrichtungen. Sie wird von Dienstag, 02. – Samstag, 06. August 2022 an der technischen Fakultät der Universität Freiburg stattfinden.

Die Anmeldung und die Kursübersicht gibt es hier. Der Anmeldeschluss ist Dienstag, der 21. Juni 2022. Schwerpunktthema ist dieses Mal "IT und Nachhaltigkeit".

Zahlreiche Kurse, Workshops und Vorträge werden angeboten, z.B. zu Data Science, Python, Webentwicklung, Spieleentwicklung, Haustier-Roboter bauen, Datenschutz, IT-Security, agiles Produkt-/Projektmanagement, Design Thinking und viele mehr. Für viele Kurse können Studentinnen Credit Points nach ECTS erhalten und Berufstätige können Bildungszeit beantragen.

Dazu kommt ein Rahmenprogramm mit Stadtführung und Bogenschießen und vielen Möglichkeiten zu Netzwerken. Es wird auch wieder einen Career Day geben, mit Vorträgen, Workshops und Einzelcoachings sowie einer Doktorandinnen-Session, für die noch Vorträge eingereicht werden können (per Mail an informatica@hs-furtwangen.de).

Die Keynote mit dem Titel "Dark Data - Der unbekannte Faktor" kommt von Frau Anne Andrees von der Mercedes-Benz Tech Innovation.

Die Teilnahmegebühr für Studentinnen beträgt 40 Euro pro Halbwochenkurs, für Berufstätige 240 Euro pro Halbwochenkurs.

Weitere Informationen gibt es hier Webseite.

Film + Gespräch: Les Enfants Terribles / Yaramaz Çocuklar I 10. Juni, Halle

In Ahmet Necdet Çupurs Film sind die Enfants terribles seine Geschwister. Sie alle wollen aus dem Leben ausbrechen, das ihre Eltern für sie vorbereitet haben, so wie er es tat. Mahmut ist kaum ein erwachsener Mann, da droht seine Ehe mit einer viel zu jungen Braut, Nezahat, bereits zu scheitern. Die temperamentvolle Zeynep ist fest entschlossen, unter keinen Umständen zu heiraten. Stattdessen wird sie alles tun, um zu studieren. Die Eltern kämpfen um ihre Autorität und fragen sich, was mit der Welt um sie herum geschieht.

Les Enfants Terribles ist ein zeitloses Epos im Gewand eines häuslichen Dramas. Zeynep und Mahmut führen ihren Unabhängigkeitskrieg mit Entschlossenheit und Strategie, in einem Spiel aus Angriff und Rückzug, wobei sie nie ihr Hauptziel vergessen: ihren eigenen Weg wählen zu können. Ahmet Necdet Çupur fängt diese heroischen Kämpfe und die subtilsten Emotionen seiner Figuren mit Bedacht und Respekt ein. Les Enfants Terribles ist ein nüchtern inszeniertes, einprägsames Familiendrama, in dem sich Teile der türkischen Gesellschaft und ihre Veränderungsprozesse spiegelt.

Frankreich, Deutschland, Türkei | 2021 | 92 min
Deutschlandpremiere
Sprachen : Türkisch, Arabisch
Untertitel : Deutsch

Im Anschluss an den Film geht es um Familien- und Frauenpolitik in der Türkei, (Geschlechter)Normen und Rollenbilder.

Es diskutieren:
Ahmet Necdet Çupur - Regisseur der Films
Yonca Verdioğlu - Heinrich Böll Stiftung Istanbul
Leyla Soydinç - Mor Çatı Women's Shelter Foundation, Istanbul

Ort: Zazie Kino & Bar (Kleine Ulrichstr. 22), Halle (Saale)

Datum: 10. Juni, 18 Uhr


Die Veranstaltung findet auf Türkisch mit deutscher Übersetzung statt.

In Kooperation mit den Landesstiftungen Hessen, Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg der Heinrich-Böll-Stiftung sowie unserem Regionalbüro Istanbul.

Seminar: Empowerment für Frauen mit Rassismuserfahrungen (BIWoC) I 11. Juni, Magdeburg

Rassismus beeinflusst alle Bereiche des alltäglichen Lebens und ist sehr vielfältig. Schwarze Menschen und People of Color sind täglich auf unterschiedliche Art und Weise sowie Intensität davon betroffen. Deshalb ist es wichtig, Wege zu finden, sich für solche Situationen zu stärken. Hier setzt der Workshop an.

Durch gemeinsamen Austausch und anhand ausgewählter Methoden wird sich u.a. mit folgenden Fragen beschäftigt: Wie wirkt Rassismus? Was macht macht Rassismus mit mir? Was verstehen wir unter Empowerment? Wie können wir konstruktiv in dieser Gesellschaft leben? Wie kann ich trotz dieser Erfahrungen meine Ziele verfolgen? Wie können wir uns gegenseitig unterstützen? Welche Rolle spielt Community?

Bei diesem Workshop für BIWoC (Black, Indigenous und Women of Color - einschließlich aller, die sich als Frauen identifizieren) wird gemeinsam ein Raum der Selbstfürsorge und des Wohlwollens mit sich selbst und füreinander geschaffen. Dieser Raum bietet die Möglichkeit des Austausches und der Reflexion, um über Rassismuserfahrungen und mögliche Handlungstrategien zu sprechen.

Um einen geschützteren Rahmen zu ermöglichen richtet sich dieser Workshop ausschließlich an Personen, die in ihrem Alltag eigene Rassismuserfahrungen machen.

Eine Anmeldung ist erst nach Erhalt einer schriftlichen Anmeldebestätigung verbindlich.

Dieses Seminar ist kompatibel mit dem Politikmananagement-Zertifikat von Green Campus (7 UE).

Veranstalter/in: Heinrich Böll Landesstiftung Sachsen-Anhalt

Wann & wo: 11. Juni, Magdeburg

Sprache: Deutsch

Teilnahmegebühren: 15€, ermäßigt 10€

Trainerin: Victoria - Mitbegründerin BIPoC-Initiative (un)Sichtbar - in Ostdeutschland/DDR geborene und sozialisierte Schwarze cis-Frau (sie/ihr), Mutter, abled bodied, priviligiert in Bezug z.B. auf Bildung (Akademikerin) und Sprache. Sie arbeitet u.a. freiberuflich als Trainerin der politischen Bildung mit Schwerpunkt auf Rassismuskritik & Empowerment. Sie spricht Deutsch & Englisch.

Diskussion: Das Ende von Roe v. Wade in den USA: Wenn Frauen das Recht genommen wird, über ihre Körper selbst zu bestimmen I 13. Juni, ONLINE

Anfang Mai veröffentlichten US Medien überraschend den Urteilsentwurf des konservativen Richters Samuel Alito, nach dem eine Mehrheit am Supreme Court die Legalisierung von Abtreibungen rückgängig machen will. Dieser Schritt stellt eine historische Zäsur dar: Zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte, nimmt das Oberste Gericht verbürgte Grundrechte wieder zurück. Frauen verlieren das Selbstbestimmungsrecht über ihre Körper und schon jetzt zeichnet sich unübersehbar ab, dass der Abbruch einer Schwangerschaft in zahlreichen konservativen Einzelstaaten in Zukunft drakonisch bestraft wird. Die Folgen sind weitreichend und dramatisch, doch die Entscheidung scheint auch die Demokraten unvorbereitet zu treffen: Bisher scheitern sie mit ihren Versuchen, die Kriminalisierung von Abtreibungen zu verhindern.

Wie konnte es soweit kommen? Was bedeutet diese Entscheidung konkret für Menschen in den USA, die ungewollt schwanger sind? Diese Entwicklungen und Zäsur ordnet Ella Müller , die Leiterin des Demokratie Programms der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington, in einer Diskussion ein.

Wann: Montag, 13. Juni 2022, 16-17 Uhr

Zur Anmeldung geht es hier.

Moderation: Madeleine Hofmann, Journalistin und Autorin

Veranstalterin: Petra-Kelly-Stiftung

Fragen an Ella Müller können vorab via Mail gesendet werden an dietz@petra-kelly-stiftung.de mit dem Betreff „Frage an Ella Müller“.

Fördermittel und Preise

Fußball für Vielfalt Bis zu 12.000€ für eine Tagung zu „Fußball für Vielfalt“

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld vergibt im Rahmen ihres Jahresprogramms 2022 „Stadien in Regenbogenfarben“ an bis zu vier deutsche Hochschulen jeweils 12.000,-€ zur Gestaltung und Umsetzung einer Fachtagung rund um das Thema „Fußball für Vielfalt“.

Debatten um Homo- und Queerfeindlichkeit im (Profi-)Fußball sind vielfältig: Sie reichen von der Kritik an Austragungsorten, über kritische Reflexion von Fankultur oder Auseinandersetzungen mit heteronormativem Körperkult bis hin zur Frage nach dem Ausbleiben eines öffentlichen Comingouts eines Profispielers der Bundesliga. Gleichzeitig bemühen sich die organisierten Strukturen des Fußballs wie DFB, DFL und DFL-Stiftung um eine vielfaltsfreundliche Haltung und unterstützen Kampagnen und Aufklärungsprojekte ebenso wie das symbolträchtige Leuchten von Stadien in Regenbogenfarben. Welche Rolle können solche Symbolhandlungen und die Förderung queerer Fankultur spielen? Wie sehr ist das Konzept der „Feindlichkeit“ und der Normativität inhärenter Bestandteil von Fußball und welche alten und neuen Männerbilder werden transportiert? Aber auch der Fußball von Frauen kann und sollte Thema werden: Gibt es die Oase „Frauenfußball“? Wie diversitätsfreundlich ist der „Frauenfußball“? Wir freuen uns aber auch, wenn vermeintliche Randthemen wie z.B. das Phänomen „Spielerfrauen“ oder sexistische Kultur rund um den Profifußball in den Blick genommen werden. Und was bedeutet Fußball eigentlich für die queere Community? Wie unterscheidet sich möglicherweise Homo- von Formen der Menschenfeindlichkeit gegenüber trans* oder intergeschlechtlichen Menschen im Fußball?

Die Verantwortlichen erbitten die Bewerbung mit einer Tagungskonzeption und einem Finanzierungsplan bis Montag, 13.06.2022, per Mail an gesa.teichert@mh-stiftung.de bzw. per Post an Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Stichwort: Tagung Fußball für Vielfalt 2022, Mohrenstr. 34, 10117 Berlin.

Willkommen sind Konzepte aus allen Fächern und Disziplinen, von Sport und Sportjournalismus bis hin zu Genderstudies, Politikwissenschaft und Soziologie. Die Durchführung der Tagung muss noch in 2022 erfolgen. Es müssen keine Eigenmittel eingebracht werden.

Bewerben können sich einzelne Wissenschaftler:innen, Forschungszusammenschlüsse, Institute oder Fachbereiche deutscher Hochschulen. Besonders erwünscht ist ein Tagungskonzept, dass neben wissenschaftlicher Expertise auch eine Vernetzung mit Akteur:innen des Fußballsports vor Ort vorsieht und damit den Theorie-Praxis-Transfer fördert.

Dieser Call richtet sich auch besonders an Nachwuchswissenschaftler:innen, die im Themenfeld forschen und ihre Überlegungen und Erkenntnisse im Rahmen einer Tagung mit anderen teilen und diskutieren wollen.

Die Vergabe der Mittel erfolgt bis Ende Juni 2022.

Kontakt:

Referat Gesellschaft, Teilhabe und Antidiskriminierung

Dr. Gesa C. Teichert-Akkermann

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH)

Mohrenstr. 34, 10117 Berlin

gesa.teichert@mh-stiftung.de

Tel.: 030 208 987 65-4

COST-Informationsveranstaltung für Antragstellende

Am 23. Juni 2022 führt die Deutsche Koordinationsstelle für COST von 09:30 – 14:30 Uhr ein Online-Seminar zur Antragstellung in COST durch.

Das Seminar richtet sich insbesondere an Forschende, die für den nächsten Stichtag am 20. Oktober 2022 planen, einen Antrag einzureichen. Darüber hinaus sind alle Multiplikatorinnen und Multiplikatoren herzlich willkommen.

Ziel der Veranstaltung ist es, Antragstellende inhaltlich und formal bestmöglich auf eine Antragstellung in COST vorzubereiten. Die Teilnehmenden erhalten Informationen zu COST allgemein sowie zur Antragstellung in COST. Zudem besteht Gelegenheit, Fragen zu COST und zur Antragsstellung zu beantworten. Abgerundet wird die Veranstaltung durch einen Erfahrungsbericht einer laufenden COST-Action.

Die Veranstaltung wird online mit Webex durchgeführt. Dafür wird ein Lautsprecher, ein Mikrofon oder ein Headset benötigt, im Idealfall auch eine Kamera, die bei Redebeiträgen verwendet würde.

Zur Anmeldung geht es hier, weitere Informationen gibt es hier.

Gerda Henkel Stiftung: Förderschwerpunkt "Flucht"

Mit einem neuen Förderschwerpunkt „Flucht“ möchte die Gerda Henkel Stiftung international ausgerichtete Vorhaben zu bis zu fünf Forschungsfelder unterstützen.

Die möglichen Forschungsfelder sind folgende:

  • Fluchtinfrastrukturen
  • Süd-Süd-(Im-)Mobilitäten
  • Mehrfache Flucht und Vertreibung („multiple displacements“)
  • Handlungsmacht von Geflüchteten
  • (Supra-)Staatliche Einflüsse auf Fluchtprozesse

Die Förderlinie richtet sich an Forschende weltweit. Es ist keine institutionelle Anbindung notwendig. Bewerbungen können bis zum 15.06.2022 erfolgen.

Weitere Informationen sind hier abrufbar.

Call for Papers

Call for Abstracts: Teaching Gender in MINT in der Pandemie“

Aus dem Inhalt:
Die fortschreitende digitale Transformation (Schrape 2021) hat mit der SARS-CoV-2 / COVID-19 Corona-Pandemie seit dem Sommersemester 2020, nicht nur aber auch, an Hochschulen weltweit nochmals deutlich an Fahrt aufgenommen (Hofmann et al. 2021; Klös 2020). Die Digitalisierung scheint auch weiterhin ungebremst (Kreulich et al. 2021; Dittler/Kreidl 2021) und birgt für unterschiedliche akademische Disziplinen vielfältige Herausforderungen und Veränderungsprozesse (Getto/Kerres 2017; Maasen/Passoth 2020; Schrape 2021).

Dass die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Hochschullehre für unterschiedliche Disziplinen ausfallen (muss), ist so trivial wie zentral und spiegelt sich in den zahlreichen Aktivitäten von Hochschulen und Hochschulorganisationen wieder (vgl. Hassan 2017; Barton/Müller/Seel 2019; Hochschulforum Digitalisierung 2021; Sturm/Rundnagel 2021). Neue Lehrpläne, Methoden und angepasste Didaktik sowie Technologien (Gaebel et al. 2021) haben auch seit Jahren vielfältige EdTech-Unternehmen auf den Plan gerufen (Williamson 2021).

In Zeiten der Pandemie musste Hochschullehre ad hoc anders werden. Die kurzfristige Umstellung auf digitale Lehre forderte Lehrende wie Lernende heraus, die bisher nur wenig Berührung mit digitaler Lehre hatten. Nachrichten über die Verschärfungen sozialer Ungleichheiten in der Studierendenschaft (Becker/Lörz 2020), über Studienabbrüche oder auch über Jugendliche, die ein Studium in dieser Situation gar nicht erst aufnehmen (Lörz et al. 2020), prägen die Debatten (vgl. Klös 2020). Zugleich ist auch die Hochschulorganisation von der Pandemie maßgeblich betroffen, waren die Verantwortlichen doch von Anfang an dazu aufgerufen, den Lehrbetrieb unter vollkommen veränderten Bedingungen aufrecht zu erhalten und ihre Mitarbeitenden dazu zu motivieren, in einer digitalen Lehr- und Lernwelt qualitativ hochwertig zu unterrichten.

Dabei blieben Themen wie die Barrierefreiheit der Online-Lehre, der Zugang zu digitalen Endgeräten und die Erhöhung der Bereitschaft zum digitalen Arbeiten zunächst vielfach unberücksichtigt und wurden erst später virulent, ebenso wie die Etablierung und Weiterentwicklung didaktischen Wissens über digitales Lehren und Lernen der Dozierenden (Kreulich et al. 2021). Gender in der Lehre (vgl. Winheller/Wedl 2019) kommt dabei ein besonderes Augenmerk zu.

Ausgehend von diesen Beobachtungen stellt sich die Frage, ob und wie sich die Corona-Pandemie auf das Themenfeld Gender in der MINT-Hochschullehre (vgl. Bath 2015; Mauss 2017; Probstmeyer/Döring 2017; Jeanrenaud i.E.) spezifisch auswirkte und weiterhin auswirkt. Der Sammelband soll darum Beiträge beinhalten, die unter anderem Aspekte der digitalen Transformation der MINT-Hochschullehre während der Corona-Krise analysieren und Einblicke in die Voraussetzungen, Prozesse und Folgen der Auseinandersetzung mit dem Thema Gender in diesem Zusammenhang liefern.

Begrüßt werden sowohl theoretische und konzeptionelle Abhandlungen wie auch empirische Studien unterschiedlichster Perspektiven, insbesondere der vergleichenden Wissenschafts- und Hochschulforschung, der Bildungssoziologie, der Hochschuldidaktik und -pädagogik aus und mit der Geschlechterforschung sowie darüber hinaus, die sich in MINT-Feldern bewegen.

Anforderungen & Deadline

Abstracts im Umfang von maximal 500 Wörtern (auf Deutsch, Englisch oder Französisch) plus Kurzbiographie/n der Autor_innen werden erbeten, bis spätestens zum 15.07.2022 in Form einer einzelnen PDF-Datei eingereicht zu werden an: yves.jeanrenaud@lmu.de .
Die Einladung zur Manuscripteinsendung wird im August erfolgen. Ein Vollbeitrag (Umfang: maximal 50.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Tabellen und Grafiken sowie Literatur) wird bis zum Oktober erbeten.

Der Sammelband wird bei Springer VS in der Reihe Fachdidaktiken veröffentlicht. Für Rückfragen steht zur Verfügung: Yves Jeanrenaud (yves.jeanrenaud@lmu.de)

Gender and Nation in East-Central Europe (ca. 1750-ca. 1950)

Aus dem Inhalt:
Ziel ist es, den englischsprachigen Leser:innen das historische Ostmitteleuropa mit all seinen fließenden und komplexen Identitäten vorzustellen, die zur gleichen Zeit existierte, als ostmitteleuropäische Nationalisten versuchten, klare Grenzen zwischen dem zu ziehen, was sie als Nationalitäten verstanden.

Daher sollten die Beiträge die Verbindung von Nation und Geschlecht aus einer intersektionalen, transnationalen und/oder vergleichenden Perspektive untersuchen. Der Rahmen von Nationen vs. Minderheiten soll verlassen und stattdessen untersucht werden, wie solche Aspekte menschlicher Erfahrungen wie Ethnizität, Sprache, Rasse, Religion oder Region, um nur einige zu nennen, ein Faktor dafür waren, wie Individuen und/oder Kollektive sich selbst identifiziert haben, mit anderen interagiert haben und wahrgenommen wurden.

Der Fokus liegt also besonders auf der Erforschung von Nation und Geschlecht, bei der eine Beziehung zwischen diesen beiden Kategorien zu Identitäten führt, die die nationalistischen Visionen einheitlicher Nationen untergraben, unabhängig davon, was diese Einheitlichkeit zu verschiedenen Zeitpunkten der Geschichte impliziert haben mag.

Alle historischen Prozesse an der Schnittstelle von Nation und Geschlecht betrafen zwangsläufig Frauen, Männer und nicht-binäre Personen. Wenn man also an Geschlecht denkt, denkt man über die „Frauengeschichte“ hinaus. Daher soll untersucht werden, wie der Aufbau und die Entwicklung der Nationen in Ostmitteleuropa die Geschlechtsidentitäten – sowohl selbstdefinierte als auch extern auferlegte – verschiedener Bevölkerungsgruppen und Einzelpersonen beeinflusst haben, die Ostmitteleuropa als zu Hause angesehen haben. Die Herausgeber:innen begrüßen die Untersuchungen von Kategorien wie Männlichkeit, Weiblichkeit, Mädchensein, Jungensein, männlich, weiblich und allen nicht-binären und fließenden Geschlechterkategorien, die es in Ostmitteleuropa schon immer gegeben hat, so wie sie es überall sonst schon immer gegeben haben.

Anforderungen & Deadline

Eingeladen sind alle Wissenschaftler:innen in allen Phasen ihrer Karriere bis zum 15. Juni 2022 Vorschläge für Buchkapitel mit bis zu 500 Wörtern bei Marta Cieslak unter mxcieslak@ualr.edu und Anna Muller unter anmuller@umich.edu einzureichen. Das Buch zielt darauf ab, die Geschichte zu erforschen von Nation und Geschlecht in Ostmitteleuropa, daher ermutigen die Herausgeber:innen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Methoden, ein Abstract einzureichen.

Weitere Infos zum Call gib es hier.

Macht und Geschlecht: Verflechtungen, Verwerfungen, Verhältnisse – Transdisziplinäre Analyse

Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW an der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen) / Freitag 4. November 2022


Wie Geschlecht und Macht miteinander verwoben sind und wie Macht unter welchen Voraussetzungen angeeignet und ausgeübt wird, ist für die Geschlechterforschung seit ihren Anfängen eine zentrale Frage. Viele Disziplinen haben sich unter historischen, philosophischen, medien- und rechtswissenschaftlichen Aspekten den Facetten von Macht und Geschlecht gewidmet und hierzu empirische Studien sowie theoretische Rahmungen vorgelegt. Die Verflechtungszusammenhänge zeigen sich in Institutionen, Trägergruppen, Arbeits- und Alltagsorganisationen, Kriegen und Konflikten, Medien oder Wirtschaftsbeziehungen.

Der Zusammenhang von Macht und Geschlecht hat epistemische Dimensionen und wird virulent in symbolischen Systemen wie Sprache, Wissensordnungen, Repräsentationen, aber auch in materialen Formen als Geld, Architektur oder Kleidung. Fragen nach Macht und Geschlecht bieten sich für einen transdisziplinären Austausch in besonderer Weise an, da sie durch die Frauen- und Geschlechterforschung von unterschiedlichen disziplinären Blickwinkeln aus bearbeitet werden.

Daher laden die Veranstalter:innen Wissenschaftler:innen aus allen Disziplinen ein, sich am Programm der Veranstaltung mit einem Beitrag zu beteiligen.


Abstract

Um eine Kurzbeschreibung des 20-minütigen Vortrags wird gebeten; max. 1 Seite bis zum 16. Mai 2022 an: beate.kortendiek@netzwerk-fgf.nrw.de.


Veröffentlichung

Es ist geplant, die Beiträge im Rahmen des Journals Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW (Ausgabe Nr. 51) zu veröffentlichen. Darüber hinaus veröffentlichen die Veranstalter:innen gerne hochwertige Beiträge im blog interdisziplinäre geschlechterforschung auch unabhängig von einer Präsentation auf der Jahrestagung.

Weitere Informationen zum Jahrestag gibt es hier.

Genderspezifische und sexualisierte Belästigung, Diskriminierung und Gewalt im Hochschulkontext

Im Rahmen einer thematischen Kooperation zwischen dem Open Gender Journal (Deutschland/Österreich) und Debate Feminista (Mexiko) freuen sich die Redaktionen der beiden Zeitschriften über Einreichungen von neuen wissenschaftlichen Artikeln auf Deutsch, Englisch oder Spanisch zum Thema genderspezifische und sexualisierte Belästigung, Diskriminierung und Gewalt im Hochschulkontext.

Seit Beginn der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit genderspezifischer, sexualisierter Belästigung, Diskriminierung und Gewalt im Hochschulkontext bildet die quantitative Erhebung der Prävalenz, Erscheinungsformen und Betroffenheit ein klares Hauptinteresse der Forschung. Fragen zu den strukturellen Bedingungen der Hochschule, die genderspezifische und sexualisierte Gewalt begünstigen, sowie der Art und Weise, wie diese mit anderen Diskriminierungsformen und der sozialen Positioniertheit von Personen zusammenwirken, wurden in der Forschung bislang eher vernachlässigt. Erst seit einigen Jahren entwickelt sich ein Forschungszweig, der sich zunehmend mit dem akademischen Bedingungsgefüge von genderspezifischen und sexualisierten Übergriffen aus einer strukturtheoretischen, machtkritischen und intersektionalen Perspektive auseinandersetzt.

Dabei werden hauptsächlich drei strukturelle Faktoren als ursächlich für das Vorkommen diskutiert: die (Re-)Produktion von (binären) Geschlechterstereotypen, universitäre Machthierarchien und die akademische Organisationskultur. In der themenspezifischen Rubrik zu gender-spezifischer und sexualisierter Belästigung, Diskriminierung und Gewalt sollen insbesondere Beiträge veröffentlicht werden, die sich mit diesen Faktoren auseinandersetzen.

Die Beiträge werden parallel in einer neuen, themenspezifischen Rubrik veröffentlicht, die ab Januar 2022 in beiden Zeitschriften erscheinen wird. Ziel dieser speziellen Rubrik ist es, die internationale Forschung zu diesem Thema zusammenzuführen, Forschende miteinander zu vernetzen und die bestehende Forschung im lateinamerikanischen und europäischen Kontext zu verbreiten. Zu diesem Zweck sollen ausgewählte Beiträge übersetzt werden.
Die Beiträge werden nach den redaktionellen Standards der jeweiligen Zeitschrift eingereicht und begutachtet.

Anforderungen

Beiträge auf Deutsch oder Englisch können jederzeit über die Website des Open Gender Journals eingereicht werden (full paper submission; max. 50.000 Zeichen). Die Beiträge werden nach Fertigstellung fortlaufend publiziert. Weitere wichtige Informationen gibt es hier.

Kontakt: sabina.garcia.peter@fu-berlin.de, tanja.waelty@fu-berlin.de


Beiträge auf Spanisch oder Englisch können halbjährlich über die Website von Debate Feminista (full paper submission; zwischen 7.000 und max. 9.000 Wörter) eingereicht werden.

Weitere wichtige Informationen gibt es hier.

Kontakt: debatefeminista@cieg.unam.mx

Fußball für Vielfalt Beiträge für Sammelband zu „Fußball für Vielfalt“

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gibt im Rahmen ihres Jahresprogramms 2022 „Stadien in Regenbogenfarben“ einen Sammelband rund um das Thema „Fußball für Vielfalt“ heraus. Hierbei soll es um eine wissenschaftliche Bestandaufnahme gehen, um sichtbar zu machen, welchen Themenfeldern und Fragestellungen sich Forscher*innen aktuell widmen.

Debatten um Homo- und Queerfeindlichkeit im (Profi-)Fußball sind vielfältig: Sie reichen von der Kritik an Austragungsorten, über kritische Reflexion von Fankultur oder Auseinandersetzungen mit heteronormativem Körperkult bis hin zur Frage nach dem Ausbleiben eines öffentlichen Comingouts eines Profispielers der Bundesliga.

Gleichzeitig bemühen sich die organisierten Strukturen des Fußballs wie DFB, DFL und DFL-Stiftung um eine vielfaltsfreundliche Haltung und unterstützen Kampagnen und Aufklärungsprojekte ebenso wie das symbolträchtige Leuchten von Stadien in Regenbogenfarben. Welche Rolle können solche Symbolhandlungen und die Förderung queerer Fankultur spielen? Wie sehr ist das Konzept der „Feindlichkeit“ und der Normativität inhärenter Bestandteil von Fußball und welche alten und neuen Männerbilder werden transportiert?

Aber auch der Fußball von Frauen kann und sollte Thema werden: Gibt es die Oase „Frauenfußball“? Wie diversitätsfreundlich ist der „Frauenfußball“? Die Stiftung ist aber auch an Beiträgen zu vermeintlichen Randthemen wie z.B. das Phänomen „Spielerfrauen“ oder sexistische Kultur rund um den Profifußball interessiert.

Weitere Fragen sind: Was bedeutet Fußball eigentlich für die queere Community? Wie unterscheidet sich möglicherweise Homo- von Formen der Menschenfeindlichkeit gegenüber trans* oder intergeschlechtlichen Menschen im Fußball?

Aus diesem breiten und spannungsreichen Spektrum erwarten die Herausgeber:innen Beitragsideen in Form eines einseitigen Exposés bis zum 11.07.2022 per Mail an gesa.teichert@mh-stiftung.de bzw. per Post an Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, Stichwort: Sammelband Fußball für Vielfalt 2022, Mohrenstr. 34, 10117 Berlin.

Eingeladen sind Beiträge aus allen Fächern und Disziplinen von Sport und Sportjournalismus bis hin zu Genderstudies, Politikwissenschaften und Soziologie.

Die Auswahl der einreichten Exposés für den Sammelband erfolgt bis zum 31.07.2022.

Im Falle einer Berücksichtigung eines Beitrags für den Sammelband wird die Druckversion bis zum 30.10.2022 benötigt.

Kontakt:

Referat Gesellschaft, Teilhabe und Antidiskriminierung

Dr. Gesa C. Teichert-Akkermann

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH)

Mohrenstr. 34, 10117 Berlin

gesa.teichert@mh-stiftung.de

Tel.: 030 208 987 65-4

Tag der Geschlechterforschung am 17. November: KONFLIKTE, KRISEN, KRIEGE. FEMINISTISCHE PERSPEKTIVEN UND POSITIONIERUNGEN

Gesellschaftliche Krisen, politische und soziale Konflikte sowie nunmehr der Krieg in der Ukraine sind omnipräsent. Ordnungen, wie ‚wir‘ sie kennen, scheinen zu wanken bzw. fragil und verletzlich. Soziale Ungleichheiten verschärfen sich und es sind zunehmend polarisierende (politische) Positionierungen und Diskursverläufe in der medialen und öffentlichen Debatte zu beobachten. International und national erstarken antidemokratische und antifeministische Strömungen, Gender Studies werden angegriffen und gleichstellungspolitische Bemühungen in Frage gestellt. Während der Corona-Pandemie ist weltweit die Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen sowie LGBTIQ* angestiegen, teilweise werden bereits erreichte Normen und Standards wieder zurückgenommen – wie z.B. der Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention zeigt.


In all dem sind Fragen nach neuen Formen gesellschaftlichen Miteinanders und nach intersektionalen (queer-)feministischen Perspektiven für Klima, Care, Frieden und Solidarität sowie für die Verhütung und Bekämpfung von Gewalt, Ungleichheit und Diskriminierung angelegt. Für die Analyse und daran anschließende gesellschaftlichpolitische Strategien im Umgang mit den gegenwärtigen Konflikten, Krisen und Kriegen ist Geschlechterforschung von großer Relevanz. Vor diesem Hintergrund sollen aktuelle Arbeiten aus dem Bereich Gender Studies, (queer-)feministischer Wissenschaft und intersektionaler Herrschaftskritik beim landesweiten Tag der Genderforschung am 17.11.2022 in Magdeburg versammelt und sichtbar gemacht werden.

Damit sollen Wissenschaftler*innen/Künstler*innen/Gestalter*innen – auch und insbesondere in Qualifikationsphasen –, Forschende sowie Projekte und Initiativen vernetzt und ein Ort für Austausch und Diskussion geschaffen werden. Dafür rufen die Veranstalterinnen zur Einreichung von Beiträgen für den 11. Landesweiten Tag der Genderforschung Sachsen-Anhalt auf. Vor allem Wissenschaftler*innen/Künstler*innen/Gestalter*innen in Qualifikationsphasen aus Sachsen-Anhalt, aber auch aus anderen Regionen können ihre Arbeiten vorstellen (auch work-in-progress). Einreichungen können für zwei verschiedene Formate erfolgen (bitte die Präsentationsform angeben):


- Vorträge/Präsentationen (Vortragszeit ca. 20 Minuten, 10 Minuten Diskussion)
- Posterpräsentation (im Rahmen der geplanten Posterausstellung mit Kurzpräsentation)


Für beide Formate werden Vorschlagseinreichungen in Form eines Papers von max. 500 Wörtern insgesamt erbeten, einschließlich Angaben zu Autor*innen, Titel, Kurzbeschreibung des Projekts, institutionelle Anbindung und Kontaktadresse.

Die KGC bittet um Einreichung der Paper bis zum 30.06.2022 an folgende E-Mail-Adresse:
info@kgc-sachsen-anhalt.de


Bis zum 31.07.2022 wird es eine Rückmeldung geben, ob der vorgeschlagene Beitrag ausgewählt worden ist.

Bei Fragen zum Call oder zur Veranstaltung können sich Interessierte bei der Koordinierungsstelle per E-Mail (siehe oben) oder Telefon (0391/6758905) oder bei den weiteren Veranstaltervinnen melden.


Der 11. landesweite Tag der Genderforschung ist eine Kooperationsveranstaltung von:
• Prof.in Dr.in Tina Jung (Marianne-Schminder-Gastprofessorin der OVGU Magdeburg)
• Dr.in Dayana Lau (gender*bildet MLU Halle-Wittenberg)
• Dr.in Sarah Czerney (FEM POWER LIN Magdeburg)
• Kerstin Schmitt (FEM POWER HS Merseburg)
• Annika Sominka (FEM POWER Burg Giebichenstein)
• sowie der Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt.


Weitere Informationen gibt es hier.

12. ZSM-Fachtagung 2022: Idealbilder von Forschung und wissenschaftlicher Karriere in der Diskussion

Vor dem Hintergrund des Tagungsthemas werden durch die Thematisierung der Idealbilder von Forschung und wissenschaftlicher Karriere zwei Stränge betrachtet, die mit dem Wissenschaftler*innensein verwoben sind: „ideale Forschung“ und „ideale Wissenschaftskarrieren“. Idealbilder können mit zunehmender Erfahrung in der wissenschaftlichen Arbeitswelt brüchig und konterkariert werden, sind in ihrer Kraft als Normative jedoch ungebrochen. Die Tagung soll die Möglichkeit eröffnen, Idealbilder von Forschung und wissenschaftlicher Karriere vor dem Hintergrund einer theoretischen und empirischen Brechung zu reflektieren und insbesondere auch (verborgene) Potenziale des Abweichens zu thematisieren.

Forschung ist dem wissenschaftlichen Tätigkeitsfeld inhärent – ob nun in qualitativer oder quantitativer Form bzw. eines Mixed-Method-Ansatzes. Dabei sind Fehler unvermeidlich oder anders ausgedrückt: der Irrtum ist wissenschaftlich. Trotzdem findet sich kein offener Fehlerdiskurs und das Potenzial von Irr- und Umwegen bleibt unbesprochen. Insbesondere für Qualifikationsarbei-ten, die durch ihren Innovationsanspruch elementare Beiträge für die Theorieentwicklung der Fächer und die Diskurse der Scientific Community leisten, verhindert dieses Nichtthematisieren des Abweichens vom vermeintlichen Ideal ggf. gerade neue Erkenntnisse.

Hinsichtlich der Fachtagung sind Beiträge erwünscht zu (überholten) Forschungsidealen, erhellenden Irrtümern oder reflektierter Fehlerbearbeitung und der Auseinandersetzung damit, z.B. in den Themenbereichen:

➢ Triangulation für ein Ermöglichen von Perspektivverschränkungen in Forschungsprojek-ten, die zu Nicht-Passungen in den unterschiedlichen methodisch-methodologischen Zugängen führen kann

➢ Gütekriterien qualitativer Forschung als Kompass für „gute“ Forschung, die mit zunehmender Komplexität zu Herausforderungen in der Orientierung an ihnen führen

➢ Umgang mit Thesen, Hypothesen sowie Skepsis und Kritik daran (z.B. bei Anträgen für Drittmittel und der Einreichung von Exposés) als Markierer wissenschaftlicher Erkenntnis

➢ Irrwege und Tentativität, die als Forscher*in zum Alltag gehören, und zugleich das Negieren und Verschleiern von Irrtümern, Umwegen und Research Fails (bspw. misslungene Interviews, Fehlplanungen im Forschungsdesign, logische Fehlschlüsse)

➢ Konstruktive Thematisierung von (vermeidbaren) Irrtümern und Fehlern bei Forschungs-designs, Methodenwahl und -umsetzung etc. als Beleg guter wissenschaftlicher Praxis

Wissenschaftliche Karrieren sind in ein produktives, erkenntnis- und zugleich auch spannungsreiches Feld eingebettet, in dem sich diverse Möglichkeiten des Wissenschaftler*innenseins aufspannen. Spannungsfelder zwischen Idealbildern und Realbildern können dabei auf verschiedenen Ebenen in Erscheinung treten (#IchbinHanna bzw. #IchbinReyhan) und zum Beispiel Themen wie Arbeitsbedingungen, Leistungsdruck, Konkurrenz, normative Setzungen zu Forschungsstandards, Selbstunterwerfung und Selbstausbeutung in der Selbstverwirklichung, Dynamiken des wissenschaftlichen Feldes, Forschungslogiken sowie das Selbstverständnis als Forscher*in berühren. Je nach persönlichem Standort der Forscher*innen zeigen sich diese Themen in unterschiedlichen Facetten. Das Gegenüberstellen von Idealbildern von wissenschaftlicher Karriere mit realiter vorgefundenen Gegebenheiten kann Dilemmata aufwerfen, die Ausgangspunkt für eine kritische Be-fragung auf der Fachtagung sein können.

Im Rahmen der Fachtagung sind u.a. Beiträge hinsichtlich folgender Themen vorstellbar:

➢ Inter- und Transdisziplinarität als Unterstützung für Erkenntnisgenerierung und zugleich Erschwerung der eigenen Verortungen im wissenschaftlichen Feld

➢ Meritokratisches Versprechen als Verheißung von Aufstieg durch Fleiß und Können bei zugleich unsteten Karrierewegen und prekären Arbeitssituationen

➢ Publizieren zur Kommunikation neuer Erkenntnisse bei gleichzeitigem Druck, Reputation und Chancen im Arbeitsfeld Wissenschaft durch jedwede Veröffentlichung zu erhöhen

➢ Anspruch der Selbstreflexion als Wissenschaftler*in und andererseits eine ausbleibende Kenntlichmachung eigener Positionen in Feld und Gesellschaft, die Auswirkungen auf Erkenntnisse haben

➢ Familienorientierung, Vereinbarkeit oder Work Life Balance und Wissenschaft: Schwierigkeiten vs. Best Practice Modelle

➢ Narrativ der Chancengleichheit in Gesellschaft und Wissenschaft, aber zugleich eine Un-terrepräsentation von z.B. Frauen oder POC als beforschte oder forschende Subjekte

Die Organisatorinnen freuen sich auf Beiträge, die sich auf die oben genannten Themen oder angrenzende Fragestellungen beziehen, und solche, die quer zu den Themenfeldern liegen oder Schnittstellen zu mehreren aufweisen. Als Beitragsvorschläge sind empirische, theoretische sowie konzeptionelle Beiträge willkommen, die „ideale Forschung“ und „ideale Wissenschaftskarrieren“ in verschiedenen grundlagentheoretischen Perspektivierungen (z.B. professionstheoretisch, ungleichheitstheoretisch, sozialisationstheoretisch, machttheoretisch, vor der Folie sozialer Welten und Arenen usw.) hervorbringen.

Als Format für Vortragende sind parallele Arbeitsgruppen geplant (ca. 20 Min. Vortrag + 20 Min. Diskussion), die durch ein themenspezifisches Begleitprogramm (Keynote, Workshop, Abendveranstaltung) gerahmt werden.

Abstracts mit den Beitragsvorschlägen im Umfang von max. 3.000 Zeichen sollen an zsm@ovgu.de eingereicht werden bis zum 22.07.2022. Die Auswahl der Beiträge erfolgt im Peer-Review-Verfahren, eine Rückmeldung erfolgt bis Ende August.

Die Tagung findet vom 11. bis 12. November 2022 an der Otto-von-Guericke-Universität & dem Forum Gestaltung in Magdeburg statt. Weitere Infos zur Tagung finden sich hier. Im Tagungsbeitrag von 55 Euro sind die Verpflegung mit alkoholfreien Getränken, Kaffee, Tee, Gebäck und Snacks während des Tagungszeitraums sowie das gemeinsame Abendessen am Freitag (ausgenommen Getränke) enthalten. Beitragende sind von der Teilnahmegebühr befreit.

Es wird angestrebt, einen Tagungsband als Open Access Publikation zu veröffentlichen, in den die Beiträge aufgenommen werden, die erfolgreich ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben.

Die Tagung findet in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellungsfragen der OVGU und mit freundlicher Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung statt.

Otto fragt Dorothea

Warum brauchen wir gendersensible Sprache?

Von Sternchen bis Doppelpunkt: Die Sichtbarmachung aller Geschlechter auch auf sprachlicher Ebene ist wichtig und richtig. Aber - warum?

Die sprachliche Gleichbehandlung aller Geschlechter bildet eine Grundvoraussetzung auf dem Weg zur Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit. Die Generalklausel, dass trotz Nennung ausschließlich männlicher Bezeichnungen selbstverständlich auch Frauen gemeint seien, ist überholt und unbedingt zu vermeiden. Stattdessen sollen Texte gendergerecht formuliert werden. Das bedeutet, alle Geschlechter gleichermaßen anzusprechen sowie sprachlich und bildlich sichtbar zu machen und auf die Darstellung stereotyper Geschlechtervorstellungen zu verzichten

In Bezug auf gendersensible Sprache gibt es bisher noch nicht "der Weisheit letzten Schluss", um inkludierend, vielfältig und grafisch ansprechend zu sein. Es gibt verschiedene Ansätze, die für unterschiedliche Texte passend sein können und sich stetig weiter entwickeln. Gendern ist ein Werkzeug!

Das Büro für Gleichstellung stellt allen Interessierten dafür einen Flyer bereit. Weitere Quellen für die richtige Nutzung gendersensibler Sprache finden sich ebenfalls auf der Website.

Vielen Dank für Ihr Interesse! Gern können Sie den Newsletter weiterleiten. Zur Registrierung senden Sie eine Nachricht an gleichstellungsbeauftragte@ovgu.de oder melden sich auf der Website an.

Das Büro für Gleichstellungsfragen (BfG) der Otto-von-Guericke-Universität ist auch auf Instagram!

Letzte Änderung: 17.06.2022 - Ansprechpartner: Webmaster