Newsletter September 2020

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Alternativtext

Liebe Wissenschaftler*innen und Interessierte,

 

anbei finden Sie den aktuellen Newsletter Women-in-Science, den Sie gern auch weiterleiten können.

Zur Registrierung oder bei Fragen, für Wünsche und Anregungen melden Sie sich gern unter: gleichstellungsbeauftragte@ovgu.de.

Ihr Büro für Gleichstellungsfragen der OVGU

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Auf unserer Website finden Sie aktuelle Informationen rund um Chancengleichheit an der Universität, Förderangebote, Termine des Coaching- und Mentoringprogramms COMETiN, Aktivitäten im Rahmen des Magdeburger Gender Campus uvm.

Aus dem Inhalt

Aktuelles
» „Die Geschichte von Lili Elbe. Ein Mensch wechselt sein Geschlecht“ | Lesung am 01. Oktober 2020 in Magdeburg
» Ausgezeichnete Wissenschaftlerinnen an der OVGU | Preis für exzellente Forschung zum Körpergedächtnis
» Mathematikerin für ihre Forschungen geehrt
» „Business Skills des Projektmanagements” jetzt auch als Online-Seminar
» Weitere Themen
Förderungen und Preise
» MEMoRIAL Master-Stipendienprogramm
» Jetzt bewerben! Hector Research Career Development Award
» Online-Mentorinnen gesucht! Universitätsprogramm CyberMentor Plus: Förderung von Mädchen in MINT
» Weitere Themen
Veranstaltungen
» Feminists* UNITE. Feministisch für globale Gerechtigkeit | Online-Veranstaltung am 02. Oktober 2020
» Runder Tisch der Frauen Magdeburg am 06.10.2020 um 14.00 Uhr im Ratssaal
» Online Event „Women*s Best for Europe“ am 8. Oktober 2020 im Livestream
» Noch schnell anmelden! Seminar „Argumentationstraining gegen Sexismus“ vom 16.-17. Oktober in Halle (Saale)
» Werkstattgespräch Männlichkeit und männliche Betroffenheit von sexualisierter Gewalt am 12. November 2020
» DIVERSITY-Konferenz goes online vom 12.-13. November 2020
» Landesweiter Tag der Genderforschung Sachsen-Anhalt 2020 goes online
» Weitere Themen
Hochschule und Politik
» Frau Architekt.
» Ermordet, weil sie Frauen sind – doch in der Kriminalstatistik werden Femizide nicht benannt
» Relevanz von Geschlecht und Vielfältigkeit in der Forschung
» Neue Veröffentlichung: Spitzenkräfte. Porträts von Frauen in Führungspositionen
» Weitere Themen

Aktuelles

Lili Elbe „Die Geschichte von Lili Elbe. Ein Mensch wechselt sein Geschlecht“ | Lesung am 01. Oktober 2020 in Magdeburg

In den 1920er Jahren führt der dänische Maler Einar Wegener mit seiner Frau Gerda, einer ebenfalls erfolgreichen Künstlerin, ein bewegtes Leben zwischen Dänemark, Frankreich und Italien. Als Gerda ihn eines Tages bittet, ihr in Frauenkleidern Modell zu stehen, setzt sie eine Entwicklung in Gang, deren Ende sich keiner von beiden vorstellen kann. Zum Spaß tritt Einar immer öfter bei gesellschaftlichen Anlässen als geheimnisvolle Frau namens „Lili“ auf. Doch aus dem Spiel wird bald ein ernster innerer Konflikt. Schmerzhaft ringt Einar um seine Identität, bis er sich schließlich in Berlin und Dresden mehreren Operationen unterzieht, um fortan als Lili Elbe weiterzuleben. Am 1. Oktober 2020, um 14.00 Uhr, wird im Alten Rathaus der Stadt Magdeburg eine Kooperationsveranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung, dem Amt für Gleichstellungsfragen der Stadt Magdeburg und der Hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten des Ministeriums für Bildung mit dem Titel: „Die Geschichte von Lili Elbe. Ein Mensch wechselt sein Geschlecht“ stattfinden. Sie sind herzlich zur Lesung des Bestsellers von 1932 und zum Gespräch über Transsexualität in Vergangenheit und Gegenwart eingeladen. Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Corona-bedingt ist die Platzzahl leider stark limitiert. Um Anmeldung wird gebeten.

Esther Kühn Ausgezeichnete Wissenschaftlerinnen an der OVGU | Preis für exzellente Forschung zum Körpergedächtnis

Für ihre Forschung zum Körpergedächtnis wird die Neurowissenschaftlerin Dr.in Esther Kühn von der Medizinischen Fakultät mit dem „ERC Starting Grant“, der mit 1,5 Millionen Euro dotiert ist, ausgezeichnet. Mit ihrer Forschung zum „BodyMemory“, dem Körpergedächtnis, besetzt Dr.in Kühn eine Forschungslücke über die Frage, wie man beispielsweise Berührungen abspeichert und wie diese die Psyche beeinflussen. Das Ziel ihrer Forschung ist es, die neuronalen Mechanismen zu verstehen, die mit dem menschlichen Körpergedächtnis verknüpft sind. Dieses Wissen kann genutzt werden, um zukünftig psychosomatische Symptome zu erkennen und zu behandeln. Lesen Sie mehr


Alexandra Carpentier Mathematikerin für ihre Forschungen geehrt

Der von Kaven-Ehrenpreis 2020 der Deutschen Forschungsgemeinschaft geht an Professorin Dr.in Alexandra Carpentier für ihre Leistungen an der Schnittstelle von Mathematik und Informatik. Seit 2017 ist Carpentier W2-Professorin für Mathematische Statistik und Maschinelles Lernen an der Uni. In ihrer Forschung befasst sie sich mit Fragen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. Das Ziel ist, das Risiko von Schätzfehlern bei computergeschützten Entscheidungssystemen zu minimieren. Lesen Sie mehr

Basiskurs Projektmanagement „Business Skills des Projektmanagements” jetzt auch als Online-Seminar

Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung bietet ein dreitägiges Online-Seminar rund um das Thema Projektmanagement an. Anmeldungen sind bis zum 16. September 2020 möglich. Im November 2020 finden zudem die coronabedingten Nachholtermine für die Seminare „Social Skills des Projektmanagements“ und „Moderation von Projekten“ statt. Restplätze sind vorhanden und können bis zum 20. Oktober 2020 gebucht werden. Mehr Informationen zu den Kosten, Inhalten und Terminen der Seminarreihe gibt es hier.

Förderungen und Preise

MEMORIAL Master-Stipendiumprogramm MEMoRIAL Master-Stipendienprogramm

Das Master-Stipendienprogramm der International Graduate School for Medical Engineering and Engineering Materials (MEMoRIAL), gefördert aus Mitteln des Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESF) im Programm „Sachsen-Anhalt WISSENSCHAFT Internationalisierung“ an der OVGU, richtet sich an überdurchschnittlich qualifizierte und engagierte Studierende in OVGU-Masterstudiengängen der Medizintechnik, Materialwissenschaften, Informatik, Physik, Chemie, Mathematik oder Strömungsmechanik mit fachlichem Bezug zu MEMoRIAL-Schwerpunkten in sowohl Modul 1 (Medizintechnik) als auch Modul 2 (Materialwissenschaften). Ziel ist es, die studienbegleitende Bearbeitung eines eigenen kleinen Projekts durch forschungsbegeisterte Studierende im Rahmen eines, ggf. auf die spätere Masterarbeit ausgerichteten Research Tracks finanziell zu unterstützen. Dabei richtet sich der Fokus verstärkt auf die Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses. Eine Förderung ist potentiell über die gesamte Laufzeit des Masterstudiums, jedoch nicht über den offiziellen Abschluss des Programms (30.04.2022) hinaus möglich. Die Stipendienhöhe variiert in Abhängigkeit von Art und Umfang des Forschungsprojekts zwischen EUR 200 – EUR 500 pro Monat. Eine Bewerbungsfrist ist derzeit nicht gesetzt. Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier

Hector Fellow Academy Jetzt bewerben! Hector Research Career Development Award

Seit 2020 gibt es an der Hector Fellow Academy die Möglichkeit, sich für den Hector Research Career Development Award (Hector RCD Award) zu bewerben. W1-Professor*innen (mit oder ohne Tenure Track) und Nachwuchsgruppenleiter*innen in vergleichbaren Positionen der Natur- oder Ingenieurwissenschaften, der Medizin oder Psychologie, die an deutschen Universitäten oder Forschungseinrichtungen tätig sind, sollen darin unterstützt werden, ihre eigenständige Forschung weiter zu stärken. Der Award ist mit 25.000 € dotiert und beinhaltet unter anderem zusätzliche Fördergelder für eine Promotionsstelle. Er wird jährlich an 3-5 Wissenschaftler*innen verliehen. Mindestens 50% der Auszeichnungen pro Jahr sind Wissenschaftlerinnen vorbehalten. Die Hector Fellow Academy verfolgt mit dem Hector RCD Award folgende Ziele:

  • aktive Förderung von Forscher*innen auf dem Weg zu einer Professur
  • Erweiterung des wissenschaftlichen Austauschs innerhalb der HFA
  • Erhöhung des Frauenanteils in der HFA
  • Schaffung neuer Kooperationsmöglichkeiten zwischen Hector Fellows und den Preisträger*innen

Die mit dem Award ausgezeichneten Forscher*innen werden für fünf Jahre als Mitglied in das Netzwerk aus Top-Wissenschaftler*innen der Hector Fellow Academy aufgenommen, das sich aus Hector Wissenschaftspreisträger*innen und exzellenten Nachwuchswissenschaftler*innen zusammensetzt. Diese Mitgliedschaft berechtigt die Preisträger*innen dazu, Anträge für weitere Förderformate einzureichen, z.B. für die Organisation von Workshops/Konferenzen oder die Vergabe eines Speakers Awards. Bewerbungen können vom 01. September 2020 - 30. Oktober 2020 eingereicht werden. Weitere Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten finden Sie hier

CyberMentor Plus Online-Mentorinnen gesucht! Universitätsprogramm CyberMentor Plus: Förderung von Mädchen in MINT

Das Online-Mentoring-Programm CyberMentor Plus sucht MINT-Frauen als Mentorinnen. Das deutschlandweit größte wissenschaftlich begleitete Programm begeistert seit 2005 Schülerinnen erfolgreich für MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Aufgrund der großartigen Unterstützung engagierter Mentorinnen wählten 71% der befragten Teilnehmerinnen später ein Studium oder eine Ausbildung im MINT-Bereich. Das Programm CyberMentor Plus ist ein Kooperationsprojekt der Universität Regensburg und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Als Mentorinnen agieren berufstätige MINT-Frauen aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Studentinnen eines MINT-Fachs ab dem 3. Fachsemester und Auszubildende ab dem 2. Ausbildungsjahr. Sie begleiten ein Jahr lang eine Schülerin online und tauschen sich zeitlich flexibel über eine geschützte Online-Plattform aus. Zudem tauschen Sie sich viermal im Jahr telefonisch oder online mit der MINT-Fachlehrkraft Ihrer Mentee aus, die an der Schule eine MINT-AG leitet. So erhalten Sie einen besseren Einblick in die Lebenswelt Ihrer Mentee und können sie optimal fördern.

Wie läuft das Mentoring ab?

  • Online-Betreuung einer Schülerin der 5. bis 13. Klasse
  • Austausch wöchentlich 30 Minuten - flexibel einteilbar
  • Programmdauer ein Jahr, Teilnahme kostenfrei
  • Rollenvorbild als MINT-Frau: Unterstützung bei MINT-Projekten, Austausch zu MINT-Themen, Studium & Beruf
  • Austausch viermal im Jahr mit der MINT-Fachlehrkraft Ihrer Mentee
  • Schulungsvideos & hilfreiche Tipps zum Mentoring auf der Plattform

  Wie profitieren Sie als Mentorin?

  • Netzwerk mit bis zu 800 weiteren MINT-Frauen
  • Exklusive Angebote unserer Sponsoren und Partner
  • Erfahrungsgewinn durch das Mentoring
  • Ehrenamtliches Engagement durch Nachwuchsförderung

Für den Rundenstart am 14. Oktober 2020 werden noch Mentorinnen gesucht. Anmelden können Sie sich unter: www.cybermentor.de/index.php/anmeldung
Weitere Informationen finden Sie auf www.cybermentor.de  

Call for Papers! Arbeiten in der Corona-Krise

Die Folgen der Corona-Pandemie verändern die soziale Ordnung von Produktion und Reproduktion. Die Auswirkungen der Krise erstrecken sich auf die Arbeitsmarktdynamik, die innerbetriebliche Strukturierung von Erwerbsarbeit, die Anforderungen an vielen Arbeitsplätzen sowie die Verteilung und Anerkennung von bezahlter und unbezahlter Carearbeit. Hierbei zeichnen sich strukturelle Veränderungen in der gesellschaftlichen Organisation produktiver und reproduktiver Arbeit ab: Dies- und jenseits von Kapitalverhältnissen, wie und von wem werden Leistungen erbracht, die benötigt werden? Und wer ersetzt wen, wenn Gesundheitsschutz, Nachfrageschwankungen und veränderte Zeitregime die Anforderungen an Arbeit verändern? Durch die pandemiebedingte Priorisierung und massive Einschränkung des Arbeitsmarktgeschehens ist die Frage nach der „Systemrelevanz“ bestimmter Berufe und deren mangelnder finanzieller wie kultureller Anerkennung in den öffentlichen Diskurs gelangt. Debattiert wird eine Zunahme von Geschlechterungleichheiten durch die ‚Privatisierung‘ bzw. Re-Familialisierung von Betreuung und Bildung durch die (Teil-)Schließung von Kitas, Schulen und anderen Einrichtungen. Eine (zunehmende) Prekarisierung von Erwerbsarbeit ist nicht nur in der Kurzarbeit und bei Solo-Selbstständigkeit, sondern auch angesichts der transnationalen Verflechtungen des Arbeitsmarktes zu beobachten. Die Möglichkeiten, sich gewerkschaftlich zu organisieren und Zugang zu Ausgleichszahlungen zu erlangen, sind sehr ungleich verteilt. Mit Blick auf soziale Ungleichheit ist es von besonderem Interesse, die Folgen von Kurzarbeitsregelungen für Beschäftigte mit ohnehin geringen Löhnen, die Folgen kurz- wie langfristiger Erwerbsverbote für bestimmte Branchen (wie die Sexarbeit) sowie die Folgen der Krise für erwerbslose Lohnabhängige zu untersuchen. Auch in der betrieblichen Organisation von Arbeit wurden plötzliche Veränderungen durchgesetzt, deren mittel- und langfristige Folgen für die zukünftige Gestaltung von Arbeit bedeutsam sein dürften. Am auffälligsten sind dabei die neuen Erfahrungen mit der Digitalisierung der Arbeit, wie sie insbesondere von der weiteren Institutionalisierung des ‚Homeoffice‘ erwartet werden. Weiterhin stellt sich die Frage nach Veränderungen in der bzw. für die betriebliche/n Interessenvertretung, u.a. als Folge von Kurzarbeitsregelungen, Einschränkungen von Austausch- und Entscheidungsmöglichkeiten durch Verbote von Präsenzsitzungen, aber auch neuen Möglichkeiten durch digitale Kooperation. Zudem sind die Entwicklungen am Arbeitsmarkt in einer international vergleichenden Perspektive einzuordnen, u.a. mit Fokus auf neu entstehende oder sich verschärfende soziale Ungleichheit durch Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigung und Kurzarbeit. Der interdisziplinäre Zuschnitt der Arbeitsforschung eröffnet eine Perspektive, um die Restrukturierung von Arbeit in der Corona-Krise unter Aspekten sozialer Ungleichheit umfassend zu analysieren und diskutieren. Vor diesem Hintergrund möchte die Redaktion des Magazins ARBEIT Beitragende aus den Feldern Arbeits- und Industriesoziologie, Geschlechterforschung, Arbeitspsychologie, Politikwissenschaft, aber auch Betriebswirtschaftslehre sowie Arbeits- und Ingenieurwissenschaft dazu einladen, Textvorschläge zu den folgenden (oder angrenzenden) Themenpunkten aus theoretischer, empirischer, national, transnational oder international vergleichend gerahmter Forschungsperspektive einzusenden:

  • Welche strukturellen Verschiebungen im Arbeitsmarkt treten in der Pandemie auf?
  • Wie verändern sich transnationale Beschäftigungssysteme und Arbeitsmärkte infolge von nationalen Arbeits- und Einreisebeschränkungen bzw. -verboten?
  • Welchen Logiken folgt die soziale Konstruktion von Berufen als „systemrelevant“ im Rahmen der Care-Krise in pandemischen Zeiten?
  • Welche Erkenntnisse versprechen vergleichende Perspektiven auf Branchen, Regionen, Länder oder Ländergruppen?
  • Welche Muster zeigt die Digitalisierung von Arbeit und Erwerb unter Bedingungen des neuen Gesundheitsschutzes?
  • Wie beeinflusst die Pandemie die geschlechterdifferenzierende Arbeitsteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zwischen Entwicklungstendenzen von Re-Traditionalisierung und Egalisierung?
  • Was sind Folgen dieser Wandlungsprozesse für die betriebliche Mitbestimmung und Interessenvertretung?

Erwünscht sind sowohl theoretische als auch empirische Beiträge. Bitte senden Sie ein ca. ein- bis zweiseitiges Abstract zu Ihrem Beitragsvorschlag bis spätestens 15. Januar 2021 an die Herausgeber*innen des Schwerpunkthefts: almut.peukert@uni-hamburg.de, martin.seeliger@uni-hamburg.de, heike.jacobsen@b-tu.de, sowie in CC an die Redaktion der Zeitschrift ARBEIT: frank.seiss@isf-muenchen.de. Sie erhalten eine Rückmeldung bis zum 15. Februar 2021. Abgabetermin für Manuskripte mit maximal 45.000 Zeichen ist der 1. Juni 2021. Die Beiträge sind vorgesehen für das Heft 4/2021 der ARBEIT.

Veranstaltungen

Feminists* UNITE Feminists* UNITE. Feministisch für globale Gerechtigkeit | Online-Veranstaltung am 02. Oktober 2020

In Zeiten multipler Krisen verschärfen sich globale Ungleichheiten zu massiven ökonomischen und sozialen Verwerfungen. Im Windschatten der Pandemiebekämpfung werden Menschenrechte und emanzipatorische Errungenschaften eingeschränkt, Rassismus befeuert und zugleich die Klimakrise nicht wirksam bekämpft. Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion wollen in den Blick nehmen, was es jetzt für einen feministischen und global gerechten Neustart braucht. 25 Jahre nach Peking, 20 Jahre nach der Verabschiedung der Resolution 1325 gilt es Errungenschaften gegen den antifeministischen Backlash zu verteidigen und den Jahrhundert-Krisen und ihren gegenderten Auswirkungen feministische, antirassistische und solidarische Antworten entgegen zu bringen. Keine gerechte Welt ohne Klimagerechtigkeit, internationale Solidarität und inklusiven Feminismus! Die Veranstaltung wird gestreamt und ins Deutsche übersetzt. Per Beteiligungs-Tool können Sie sich mit Fragen und Kommentaren einbringen. Die Zugangsdaten erhalten Sie mit Ihrer Anmeldebestätigung. Kurz vor Beginn der Veranstaltung erhalten Sie eine Erinnerungs-Mail. Zum Programm und den Anmeldemodalitäten gelangen Sie hier

Theater „Geschichten aus der Stadt“ Theater „Geschichten aus der Stadt“: Über weibliche Sexualität, Umgang mit eigenen Rollenbildern, weibliche Solidarität und ein reflektierendes Frausein

Die Performancereihe „Geschichten aus der Stadt“ wurde 2015 von vier Theaterpädagoginnen ins Leben gerufen. In fortlaufenden Episoden bearbeiten die Wahlberlinerinnen das Thema weibliche Sexualität, Umgang mit eigenen Rollenbildern, weibliche Solidarität und ein reflektierendes Frausein. Seither fanden über 20 Aufführungen mit über 2.000 Zuschauenden in Berlin, Hannover und Halle (Saale) sowie auf dem Fusion Festival statt. Das lustvolle Erzählen von intimen Momenten, konkreten sexuellen Handlungen und Begegnungen sind fester Bestand des Performanceformats. Ebenso die offene Reflexion der individuellen Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität und Geschlechterrollen. Warum ist sexualisierte und sexuelle Gewalt gegen Frauen immer noch salonfähig? Wie und wo erleben wir Geschlechterdiskriminierung? Wie gehen wir mit diesen gewalttätigen Erfahrungen um? Welche Erwartungen an mein Geschlecht möchte ich erfüllen? Und habe ich selbst? Was gefällt mir beim Sex? Wie kann ich es in Worte fassen? Wie kann ich mir selbst einen schönen Orgasmus bereiten? Stören irgendjemanden die Haare an meinen Oberschenkel-​Innenseiten? Warum müssen wir immer wieder über den Gebrauch von Kondomen sprechen? Die Inhalte der inzwischen 10 Episoden sind allesamt biografisch. Sowohl autobiografische Erfahrungen der Perfomerinnen als auch Geschichten und Erlebnisse, gesammelt im Bekannten- und Zuschauerinnenkreis der Vier, finden in den Aufführungen ihre Bühne. Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Themenwoche „#MeToo in der Wissenschaft?!“ statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier

EU-Hochschulnetzwerk Europa für sich nutzen | Start der Online-Seminarreihe ab Oktober 2020

Das EU-Hochschulnetzwerkbietet ab Oktober 2020 zusammen mit dem Enterprise Europe Network EEN Sachsen-Anhalt die Online-Seminarreihe „Europa Bowl –Wie können Sachsen-Anhalts Unternehmen und Forschende Europa für sich nutzen?“ an. Sie halten einen bunten Mix abwechslungsreicher Vorträge zu Forschung und Innovation bereit und informieren Unternehmen und Forschende darüber, welche Themen in Europa jetzt und in Zukunft diskutiert werden. Start für die virtuelle Veranstaltungsreihe ist am 6. Oktober 2020. Finden Sie hier die Termine für alle Seminare der Reihe sowie Informationen zu den Anmeldeformalitäten.

Runder Tisch der Frauen Magdeburg Runder Tisch der Frauen Magdeburg am 06.10.2020 um 14.00 Uhr im Ratssaal

Die Landeshauptstadt Magdeburg lädt Sie recht herzlich zum nächsten Treffen des Politischen Runden Tisches der Frauen Magdeburg am 06. Oktober 2020 von 14.00 bis 16.00 Uhr in den großen Ratsaal im Alten Rathaus ein.

Themen sind:

  • aktuelles aus den Projekten/ Vereinen /von den Sprecherinnen
  • Thema Frauen-Strassennamen in MD
  • FAIR SHARE Monitor  fairer Anteil von Frauen in Führungspositionen in zivilgesellschaftlichen Organisationen - Vorstellung der Initiative
  • Diskussion der Aktionen zum 25.11. Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Kindern in MD

Mehr Informationen finden Sie hier

Womens Best for Europe Online Event „Women*s Best for Europe“ am 8. Oktober 2020 im Livestream

Pro Quote Film präsentiert den „Q_TALK - Best Practices vor und hinter der Kamera“ - Frauen der europäischen Filmbranche stellen ihre Expertise vor. Ob auf politischer, aktivistischer, wissenschaftlicher oder filmischer Ebene - Best Practices und Expertise gibt es europaweit und Pro Quote Film macht sie sichtbar. Schauen Sie über die Landesgrenzen und lassen Sie sich inspirieren: Wie arbeiten die dänischen Dramatikerinnen mit ihrem „Manufestet“ gegen Stereotype im Film und wie schaffen es Cherylee Houston und ihre Organisation TripleC aus England das Filmset für Menschen mit Behinderung zu öffnen? Programminformationen und den Link zum Livestream finden Sie hier

Volkshochschule Magdeburg Aufbruch, Emanzipation und politische Reife - Frauen in der Erwachsenenbildung | Vortrag am 13.10.2020 in Magdeburg

Am 28. April 1919 nahm in Magdeburg das erste Bildungsinstitut für Erwachsene mit dem Namen Magdeburger Volkshochschule unter großer öffentlicher Anteilnahme, mit Debatten in der Presse, von viel Prominenz gefördert und engagierten Männern und Frauen der Stadt vorangetrieben, seine Arbeit auf. Von Beginn an lernten und lehrten Frauen und Männer gleichberechtigt und gemeinsam in den Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Volkshochschulen boten Frauen vielfältige Möglichkeiten, sich einerseits beruflich zu entwickeln und andererseits ihr Wissen weiter zu geben. Mit der Aufhebung des Dreiklassenwahlrechts konnten Frauen ab 1919 wählen gehen und sich selbst für ein politisches Amt wählen lassen. Sie nahmen Verantwortung in Bildungs- und Sozialpolitik wahr. Die Kulturwissenschaftlerin Heike Heinrich zeigt die Anfänge und die herausgehobenen Leistungen von Frauen im Bereich der Erwachsenenbildung unter gewachsenen politischen Chancen auf und stellt Magdeburgerinnen vor, die in besonderer Weise die Entwicklung an Volkshochschulen ausgestaltet haben. Exkurse zu den Frauen an Volkshochschulen anderer Städte, am Bauhaus und in der Politik der 1920-er Jahre vervollständigen das Bild dieser Aufbruchszeit. Anmeldung sind bis zum 06.10.2020 entweder direkt in der Städtischen Volkshochschule oder unter www.vhs.magdeburg.de unter Angabe der Kursnummer G64009 möglich.

Online-Seminar „Geschlechterrollen im europäischen Vergleich“

Am 9. und 10. November 2020 findet das Online-Seminar „Über die Landesgrenzen – Geschlechterbilder und Geschlechterrollen im europäischen Vergleich: alles gleich, alles anders?“ statt. Während der Fortbildung soll untersucht werden, wie ähnlich oder unterschiedlich Geschlechterrollen und Gleichberechtigungsverständnisse innerhalb von Europa sind und ggf. wie europäische Gleichstellungsstrategien aussehen. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro. Im Online-Seminar soll für Rollenbilder und Rollenerwartungen an junge Frauen und Mädchen gleichermaßen wie an junge Männer und Jungen und geschlechterbezogene Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung sensibilisiert werden. Den Erfahrungen junger Menschen und den daraus resultierenden Veränderungswünschen soll Gehör verschafft werden. Anhand des europäischen Projektes „New Perspectives – Gender Sensitive Approaches in Youth Work“ wird dargestellt, wie Rollenklischees, Rollenerwartungen und ggf. auch Benachteiligung aufgrund des Geschlechtes bei der Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung erlebt werden. Die Fortbildung bietet niedrigschwellige Methoden, um das Thema Geschlecht und Rollenerwartungen, Identität und Persönlichkeitsentwicklung in der pädagogischen Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen bearbeitbar zu machen. Teilnehmende sind pädagogische Fachkräfte aus Deutschland sowie Ländervertreter*innen, der am Projekt beteiligten Organisationen. Ausführliche Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie hier

Argumentationstraining gegen Sexismus Noch schnell anmelden! Seminar „Argumentationstraining gegen Sexismus“ vom 16.-17. Oktober in Halle (Saale)

Die Situationen, in denen wir oder andere sexistische oder antifeministische Diskriminierung erfahren, sind noch immer alltägliche Realität. Wie wir in diesen Situationen argumentieren und reagieren können, um uns selbst und andere zu empowern, soll im Seminar gemeinsam geübt werden. Tief verwurzelt sind antifeministische Ideologien auch in der rechten Szene, ob online oder „analog“. Auch die rechten Kreise der AfD wissen diese Themen gut für sich zu platzieren. Wie können wir damit umgehen? Die Verteidigung der eigenen Position von Vielfalt geschlechtlicher, familialer und sexueller Lebensweisen steht im Zentrum des Trainings. Die .lkj) Sachsen-Anhalt und das Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt laden am 16. und 17. Oktober 2020 zum Seminar „Argumentationstraining gegen Sexismus“ ein. Diese Veranstaltung steht allen Interessierten Menschen offen. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Der Anmeldeschluss ist am 9. Oktober 2020. zur Anmeldung

Werkstattgespräch Männlichkeit und männliche Betroffenheit von sexualisierter Gewalt am 12. November 2020

Jungen* und Männer* als Betroffene von sexualisierter Gewalt – omnipräsent in Aufarbeitungen der katholischen Kirche, Sportvereinen und medialen Berichterstattungen, und dennoch meist „unsichtbar“, als „Täter“ klassifiziert und/oder in Hilfestrukturen gegen sexualisierte Gewalt vernachlässigt. Wildwasser Magdeburg als Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt ist seit vielen Jahren auch Ansprechstelle für von sexualisierter Gewalt betroffene Jungen* und Männer*. Jedoch fühlen sich Jungen* und Männer* bei dem Wort „Betroffene“ nicht explizit mit angesprochen. Auch Personen des sozialen Umfelds und Fachkräfte teilen häufig diese Wahrnehmung. Seit Anfang des Jahres ist der Verein Wildwasser Magdeburg im Rahmen eines Aktion Mensch Projektes beim perspektivischen Auf- und Ausbau von Fachberatung für männliche* Betroffene sowie Fortbildung und Prävention. Im Zuge dessen möchten sie zusammen mit den Kollegen von ProMann die Bedarfe von Jungen* und Männern* im Land Sachsen-Anhalt gemeinsam mit Ihnen analysieren. Der Verein läd Sie daher herzlich zu einem Werkstattgespräch „Männlichkeit und männliche* Betroffenheit von sexualisierter Gewalt“ am 12.11.2020 in Magdeburg ein. Ihre Erfahrungen mit (betroffenen) Jungen* und Männern* sollen im methodisierten Austausch unter Fachkolleg*innen mittelfristig den regionalen Bedarfen der Zielgruppe zu Gute kommen. Die Einladung nebst Hinweisen und das Anmeldeformular finden Sie hier

DIVERSITY-Konferenz DIVERSITY-Konferenz goes online vom 12.-13. November 2020

Der Verein „Charta der Vielfalt“ und der Verlag „Der Tagesspiegel“ veranstalten vom 12. bis 13. November 2020 die DIVERSITY Konferenz für Vielfalt in der Arbeitswelt online. Über 500 Entscheider*innen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft, die ein aktives Diversity Management in Unternehmen und Institutionen voranbringen, vernetzen sich jedes Jahr auf dieser Veranstaltung. Zu den Sprecher*innen und Teilnehmenden gehören Vorstandsmitglieder, Top-Manager*innen aus Großunternehmen und KMUs, Bundesminister*innen und politische Spitzenvertreter*innen, führerende Expert*innen aus der Wissenschaft sowie Aktivist*innen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft. Ausführliche Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier

Argumentieren gegen antifeministische Äußerungen Haltung zeigen! Argumentieren gegen antifeministische Äußerungen | Tagesseminar am 14. November in Halle (Saale)

„Genderwahn – Frühsexualisierung – Umerziehung!“ Nicht nur in rechtskonservativen Kreisen wie der AfD werden gezielte Angriffe auf Feminismus und Genderthemen zunehmend salonfähig. Im Seminar wird der Umgang mit antifeministischen Aussagen trainiert. Hierbei steht vor allem die Entwicklung, Verteidigung und Stärkung von Gegenpositionen im Fokus. Durch vielfältige Methoden werden Teilnehmende in ihrer Argumentationssicherheit gestärkt. Die Anmeldung ist ausschließlich per Mail möglich unter anmeldung@boell-sachsen-anhalt.de
Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier

Landesweiter Tag der Genderforschung Sachsen-Anhalt 2020 goes online

Mit Bedauern müssen wir mitteilen, dass der landesweite Tag der Genderforschung Sachsen-Anhalt aufgrund der Corona-Krise in diesem Jahr nicht wie geplant als Präsenzveranstaltung in Magdeburg stattfinden kann. Die Durchführung einer Veranstaltung mit verschiedenen Formaten erscheint bei Beachtung eines notwendigen Hygienekonzeptes nicht möglich. Auch Einschränkungen bei den Möglichkeiten von Dienstreisen sowie die Auflagen der Einrichtungen sind Unsicherheiten, die gegen eine Durchführung als Präsenzveranstaltung sprechen. Die Veranstaltung soll nun als 11. Landesweiter Tag der Genderforschung Sachsen-Anhalt "SOLIDARITÄTEN" im November 2021 stattfinden. Für dieses Jahr plant die Koordinierungsstelle Genderforschung und Chancengleichheit Sachsen-Anhalt ein virtuelles interaktives Veranstaltungsformat im Zeitfenster der geplanten Tagung am 26.11.2020. Weitere Infos dazu folgen in Kürze auf der Homepage der KGC unter www.kgc-sachsen-anhalt.de.

Hochschule und Politik

Das Conni-Problem. Die Debatte über Geschlecht und Vielfalt in Kindertageseinrichtungen

Eigentlich ist sie ein alter Hut, die Debatte über Geschlecht und Vielfalt in Kindertageseinrichtungen. Doch die Inklusionsforscher*innen Bernd Ahrbeck und Marion Felder greifen in einem Beitrag in der FAZ alte Vorurteile auf, die sie mit aktuellen Diskussionen über Transgeschlechtlichkeit und der verstärkten Sichtbarkeit von trans Jugendlichen in der Öffentlichkeit verknüpfen. Die beiden Professor*innen suggerieren, dass Transgeschlechtlichkeit in deutschen Kindertagesstätten zu einem dominierenden Modethema einer diversitäts- und geschlechtersensiblen Bildung avanciert sei. Dagegen hält Heike Mauer aus dem blog interdisziplinäre geschlechterforschung, dass so vor allem Vorurteile bedient sowie Gleichstellungsfeindlichkeit und insbesondere Trans- und Queerfeindlichkeit propagiert werden. Denn geschlechter- und diversitätssensible Bildung an Kitas leidet nicht an einem ‚Zuviel‘ von trans und inter Inklusivität, sondern an der Übermacht von Conni – einer (Bilderbuch-)Figur, die stellvertretend für Heteronormativität und Dominanzkultur steht. Lesen Sie mehr

Frau Architekt.

Im Foyer der Architektenkammer NRW widmet sich eine Ausstellung den Frauen im Architektenberuf. Seit mehr als 100 Jahren sind sie in diesem Berufsfeld tätig. Ist der besondere Fokus auf Frauen eigentlich noch zeitgemäß? Muss man sie heute wirklich noch der Architekturgeschichte hinzufügen? Offenbar schon, wenn die Interessensvertretung von Architektinnen und Stadtplanerinnen auch im 21. Jahrhundert noch „Architektenkammer“ heißt und selbst anerkannte Architektinnen wie Alison Brooks zu bedenken geben: „Wir wachsen mit Helden und Göttern auf, die allesamt männlich sind.“ Die Ausstellung, ein Kooperationsprojekt vom Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main, dem Museum für Baukultur Nordrhein-Westfalen und der Architektenkammer NRW, stellt im Foyer 21 zeitgenössische Architektinnen vor. An jeweils einem Projekt werden ihre Gestaltungsauffassungen deutlich. Sie prägen Stadtsilhouetten, realisieren Wohnungen, Treffpunkte und Innenräume, Lernorte und Landschaften. Sie perspektivieren das Zusammenleben der Zukunft, forschen, lehren, leiten. Offensichtlich wird: Sie leisten beeindruckende Beiträge zur Entwicklung von Architektur und Stadtplanung. mehr

Ermordet, weil sie Frauen sind – doch in der Kriminalstatistik werden Femizide nicht benannt

Das Titelthema der aktuellen Digitalausgabe des zwd-Politikmagazins FRAUEN & POLITIK sind die Femizide, die in der Polizeilichen Kriminalstatistik trotz drängender Forderungen aus Politik und Forschung noch nicht zu einem eigenen Straftatbestand geworden sind. Die in diesem Magazin vorgestellten Ergebnisse der im Frühjahr 2020 herausgegebenen Kriminalstatistik für das Jahr 2019 belegen die Dringlichkeit einer seriösen Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass im vergangenen Jahr wiederum 120 Frauen ermordet und 120 Frauen totgeschlagen worden sind. Die Motivlage der Täter wird in der PKS nicht erfasst. Doch mit diesen Falldetails der von Mord- und Totschlag betroffenen Frauen beschäftigt sich Professorin Dr. Kristina Wolff. Sie ist eine der Gast-Autorinnen in dieser Ausgabe. Eng verknüpft damit ist die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland, die noch nicht so recht vorangekommen ist, seitdem das Abkommen 2018 in Deutschland geltendes Recht geworden ist. Eigentlich gehörte diese Aufgabe als zentrales Element in die von der Bundesregierung verabschiedeten Gleichstellungsstrategie, ist dort aber nur in einem Nebensatz zu finden. Über die Regierungsstrategie wird in der aktuellen Digitalausgabe des zwq-Magazins ausführlich berichtet. Eine Teilausgabe der aktuelle Digitalausgabe mit der angesprochenen Thematik finden Sie hier

Frauen in Führungspositionen: Giffey wirbt für parteiübergreifendes Bündnis

Ein Drittel Frauen in Aufsichtsräten größerer Unternehmen, doch nur 8 Prozent in Vorständen bundesdeutscher Firmen: Die SPD-geführten Bundesministerien, Frauenverbände und Parlamentarierinnen aller Fraktionen streben eine Reform des Führungspositionen-Gesetzes an. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat auf dem Forum des Vereins Frauen in die Aufsichtsräte zu einer parteiübergreifenden Zusammenarbeit aufgerufen, um dem Entwurf zur Änderung des Gesetzes gegen die Widerstände weiter Teile der Union zum Erfolg zu verhelfen. Lesen Sie hier weiter.

Digitale Lernressourcen zum Thema Gender: Eine Praxisreflexion

Die Corona-Pandemie katapultierte die deutsche Hochschullandschaft Anfang 2020 mit Lichtgeschwindigkeit in Richtung digitale Lehre. Ganz im Sinne der Idee von Open Educational Resources (OER) führte das unerwartete digitale Semester dazu, dass Lehrende der Geschlechterforschung vermehrt auf vorhandene, digitale Lernressourcen zurückgriffen. Im Zuge dieser Entwicklung wurde in Zusammenarbeit mit der Hamburg Open Online University (HOOU) und dem Team des Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW eine offene, digitale Lernressource „Was ist Gender?“ entwickelt und verstärkt genutzt. Die Lernressource wurde nun kritisch reflektiert: Warum sind bestimmte Formate der OER so beliebt und bei wem? Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für eine machtkritische (Weiter-)Entwicklung dieser Formate? Wird eine OER-Plattform für Gender-Inhalte überhaupt benötigt? Zur vollständigen Reflexion gelangen Sie hier

Relevanz von Geschlecht und Vielfältigkeit in der Forschung

Bei einigen Forschungsvorhaben kann die Berücksichtigung von Geschlechter- und Vielfältigkeitsdimensionen zur Vermeidung „blinder Flecken“ führen und damit die wissenschaftliche Qualität der Ergebnisse erhöhen. Daher sollte die Reflexion von Geschlecht und Vielfältigkeit Bestandteil der Vorbereitung eines jeden Forschungsprojekts sein und – wo relevant – im Antrag behandelt werden. Nicht für jedes Projekt sind Geschlecht und Vielfältigkeit in der Forschung gleichermaßen relevant. Die Bedeutung dieser Dimensionen variiert je nach Forschungskontext, Thema und Methoden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun in einer Stellungnahme die Bedeutung der Berücksichtigung von Geschlecht und Vielfältigkeit für Forschungsvorhaben unterstrichen. Sie nimmt damit im deutschen Wissenschaftssystem eine Vorreiterrolle ein. Zur Stellungnahme „Geschlecht und Vielfältigkeit – Bedeutung für Forschungsvorhaben“ sowie zu Informationen und Beispielen für alle Wissenschaftsbereiche gelangen Sie hier

Neue Ausgabe des onlinejournal kultur&geschlecht erschienen

Die diesjährige Sommerausgabe #25 des onlinejournal kultur&geschlecht versammelt vier Beiträge: zwei Texte, ein Radiofeature und einen Kurzfilm. Dabei zeigt jeder Beitrag auf unterschiedliche mediale Weise und anhand verschiedener Gegenstände wie dem zeitgenössischen Popfeminismus, der Netflix-Serie Pose, dem virtuellen Lebenssimulationsspiel Die SIMS und der Wirkmacht des YouTube-Algorithmus für rechte politische Bewegungen, dass die kritische Analyse von Kultur und Geschlecht in der Popkultur die Perspektive auf das Verhältnis von Medien und Macht mit einbezieht. zur Ausgabe 

Neue Veröffentlichung: Spitzenkräfte. Porträts von Frauen in Führungspositionen

Frauen leisten viel – und führen selten. Wie es Frauen gelingt, eine Führungsposition zu erreichen, zeigt das Buch „Spitzenkräfte. Porträts von Frauen in Führungspositionen“, das jetzt im oekom-Verlag erschienen ist. Im Buch werden 13 Frauen vorgestellt, die ihren Weg in die Führung bereits geschafft haben – und deren Vorbild andere Frauen für ihren eigenen Weg inspiriert. Die porträtierten Frauen entstammen verschiedenen Führungsebenen und beruflichen Sparten. Unter den Porträtierten sind Prof. Dr. Antje Boetius (Leiterin Alfred-Wegener-Institut), Hiltrud Werner (VW-Vorstand), Natalie Müller-Elmau (Leiterin 3Sat), Dr. Julia Verlinden (Mitglied des Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen), aber auch Handwerkerinnen wie die Gewandmeisterin Angelika Nowotny und die Segelmacherin Christine Tecklenburg. Dreizehn Persönlichkeiten schildern ihren Weg zu mehr beruflicher Verantwortung, erzählen von Hindernissen und wie sie diese überwinden konnten. Sie zeigen ganz individuelle Lösungen für konkrete Fragen der heutigen Zeit auf. Texte zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ ergänzen die Porträts. Das Buch ist im oekom-Verlag in Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt/Heinrich Böll-Stiftung Niedersachsen erschienen. Erhältlich ist es hier

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Letzte Änderung: 29.09.2020 - Ansprechpartner: Webmaster