Newsletter Januar 2021

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Liebe Wissenschaftler*innen und Interessierte,

 

anbei finden Sie den aktuellen Newsletter Women-in-Science, den Sie gern auch weiterleiten können.

Zur Registrierung oder bei Fragen, für Wünsche und Anregungen melden Sie sich gern unter: gleichstellungsbeauftragte@ovgu.de.

Ihr Büro für Gleichstellungsfragen der OVGU

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Auf unserer Website finden Sie aktuelle Informationen rund um Chancengleichheit an der Universität, Förderangebote, Termine des Coaching- und Mentoringprogramms COMETiN, Aktivitäten im Rahmen des Magdeburger Gender Campus uvm.

Aus dem Inhalt

Aktuelles
» Wissenschaft zum Nachlesen
» Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ – Digital und auf Abstand
» One Billion Rising - eine Milliarde erhebt sich am 14. Februar. Seien SIE dabei!
» „Familie in Bewegung“ ab Januar 2021
» Weitere Themen
Förderungen und Preise
» Digital ins 17. Wettbewerbsjahr des IQ-Innovationspreises
» Beiträge erwünscht! 8. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung
» Nationale Auftaktveranstaltung zum Start des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation „Horizont Europa“
» ERC: Neue „Funding Seite“ und Instruktionsvideos zur Antragstellung veröffentlicht
» Weitere Themen
Veranstaltungen
» Mutig & Stark. Als Frau* selbstsicher kommunizieren | Online-Seminar im Februar
» Diskriminierungssensible Sprache | Online-Seminar am 4. Februar 2021
» Online-Tagung „Sexualitäten sammeln. Von Körperpraktiken, Beziehungen und grenzüberschreitenden Objekten“
» Jetzt Plätze sichern: meccanica feminale im Februar 2021 ONLINE
» Abschluss-Symposium „Promovieren in den IT-Fächern: Vorsprung durch Vernetzung – Austausch – Beratung“
» Weitere Themen
Hochschule und Politik
» Digitale Ausstellung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
» Geschlechterunterschiede bei der Redezeit auf wissenschaftlichen Tagungen
» Der Wert des wissenschaftlichen Schreibens für unsere Zeit
» Lesenswert: JJ Bola über toxische Männlichkeit
» Weitere Themen

Aktuelles

Forschungsjournal Uni Magdeburg (c) Hannah Theile Uni Magdeburg Wissenschaft zum Nachlesen

Die neue Ausgabe des Forschungsjournals GUERICKE’20 ist da. Auf über 100 Seiten können interessierte Leserinnen und Leser in das spannende Universum der Wissenschaft an der Uni eintauchen. In der inzwischen 6. Ausgabe des Magazins vermitteln 12 von Wissenschaftsjournalisten verfasste Beiträge einen lebendigen Eindruck davon, was Forscherinnen und Forscher der OVGU durch ihre Neugier, ihre Visionen, ihre Ausdauer, Willenskraft und ihren Teamgeist leisten und zeigen anschaulich, woran sie forschen, wie sie zu Erkenntnissen gelangen und was sie antreibt. Im Fokus der diesjährigen Ausgabe steht die Bedeutung der Wissenschaft für den gesellschaftlichen Wandel. Ob in Sachen Mobilität, Energie, Klima oder Ressourcen: Die durch Digitalisierung und Demografie bestimmten Transformationsprozesse und Umbrüche müssen definiert und gestaltet werden. Das Forschungsmagazin gibt es online und als kostenfrei als Printexemplar in der Pressestelle der Uni.

 

Saijal Shahania (c) Jana Dünnhaupt Informatikerin aus Indien erhält Guericke-Stipendium

Mit dem Otto-von-Guericke-Stipendium, das von der Stadt Magdeburg und der OVGU gemeinsam vergeben wird, ist in diesem Jahr Saijal Shahania geehrt worden. Sie kommt aus Indien und studiert seit Oktober 2018 Data and Knowledge Engineering. Außerdem ist sie erfolgreiche Tutorin u. a. in den Kursen „Maschinelles Lernen“ und „Vertieftes Lernen“. Darüber hinaus arbeitet die Studentin als Softwareentwicklerin an datenwissenschaftlichen Aufgaben. Dies ermöglicht ihr, die im Studium erlernten Forschungsmethoden auf praktische Problemstellungen anzuwenden und somit Forschungsergebnisse zu erzielen. Darüber hinaus engagiert sich Saijal Shahania im Akademischen Club der Fakultät für Informatik. Sie übernimmt Aufgaben bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Alumni-Talk oder Podiumsdiskussionen. Ein weiteres Format, das von ihr betreut wird, ist die Diskussionsrunde „Erstellen Sie Ihre Masterarbeit 2.0“ mit Fakultätsmitgliedern und neuen Absolventinnen und Absolventen, in der Aspekte der Themensuche für Abschlussarbeiten, die Anforderungen an eine Masterarbeit und die damit verbundenen Themenkreise im Fokus stehen. Mehr

 

Lesske, Loreen (c) Hannah Theile Familienbeauftragte in Vorstand gewählt

Die Familienbeauftragte der OVGU, Dr. Loreen Lesske, ist für die kommenden zwei Jahre zur Sprecherin des Netzwerks Familie in der Hochschule e. V. gewählt worden. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss der Institutionen, die die Charta Familie in der Hochschule unterzeichnet haben, in der alle 120 Mitglieder die Selbstverpflichtung eingehen, anspruchsvolle Standards der Familienorientierung zu verfolgen und umzusetzen. Dr. Lesske wird sich verstärkt um die Vernetzung der Mitgliedsinstitutionen im Verein kümmern. Best Practices sollen für alle Mitglieder sichtbarer, Synergien noch weiter ausgebaut werden. Die Mitarbeit im Vorstand bietet die Möglichkeit, die Bemühungen und Erfolge für familiengerechte Hochschulen sichtbarer zu machen und andere Universitäten vom Engagement für familiengerechte Studien- und Arbeitsbedingungen zu überzeugen. Mehr Informationen

 

#moderndenken Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt 2020

Das Kabinett hat am 1 Dezember 2020 das neue „Landesprogramm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt 2020“ beschlossen. Gleichstellungsministerin Anne-Marie Keding sagte, das Landesprogramm sei ein großer Schritt für die Verwirklichung tatsächlicher Gleichstellung von Frauen und Männern und den Abbau von Benachteiligungen auf Grund der sexuellen Identität. Das neue Landesprogramm fasst drei weitgehend eigenständige Programmbereiche inhaltlich und organisatorisch zusammen. Erstmals enthält das Landesprogramm 2020 ein gemeinsames Leitbild für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt mit strategischen Festlegungen und acht gleichstellungspolitischen Landeszielen. Die gleichstellungspolitischen Landesziele konkretisieren den Gleichstellungsauftrag des Grundgesetzes und der Landesverfassung sowie das Diskriminierungsverbot auf Grund der sexuellen Identität. Das Leitbild bietet so inhaltliche Orientierung für die fachliche Arbeit der gesamten Landesverwaltung und gilt auch über die zukünftigen Maßnahmen des Landesprogramms hinaus. Ausführliche Informationen finden sich unter https://lsaurl.de/lpgglsa    

 

Aktionswoche_Eine Stadt fuer alle Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ – Digital und auf Abstand

Auch im Jahr 2021 wird ein Zeichen gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung gesetzt. Noch bis 27. Januar findet die Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ statt: Digital und mit Angeboten auf Abstand. „Haltet Abstand! Aber haltet zusammen!“ lautet der Slogan, mit denen auch die Masken für die geplanten Aktionen versehen sind. Das vollständige Programm und aktuelle Anpassungen entnehmen Sie bitte der Seite Initiative Weltoffenes Magdeburg.

 

One Billion Rising One Billion Rising - eine Milliarde erhebt sich am 14. Februar. Seien SIE dabei!

Das Jahr ist noch jung und trotzdem startet One Billion Rising Magdeburg mit der ersten wichtigen Aktion in diesem Jahr, dem „One Billion Rising Day“ (OBR) am 14. Februar. Sie haben noch nichts vom „One Billion Rising Day“ gehört? An diesem Tag geht es vor allem um die weltweite Solidarisierung mit Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Betroffene sollen wissen, dass sie auf ihrem Weg nicht alleine sind und dass an sie gedacht wird. Wie wird das umgesetzt? Durch gemeinsames Tanzen an öffentlichen Plätzen auf der ganzen Welt. Menschen weltweit sind dazu aufgefordert am 14. Februar raus zu gehen, zu tanzen, sich zu erheben und kollektive Stärke zu demonstrieren. Es finden Flashmobs auf der ganzen Welt statt. In diesem Jahr gibt es leider nicht die Möglichkeit sich mit vielen Menschen auf öffentlichen Plätzen zu verabreden und zu tanzen. OBR Magdeburg lässt nicht zu, dass Corona diese Aktion aufhält, daher haben die Veranstalter*innen sich einen anderen Weg überlegt, damit so viele Menschen wie möglich mittanzen können. Und das tolle ist, in diesem Format können Menschen über Magdeburg hinaus zusammen tanzen. Dazu wurde ein Video der Choreografie aufgenommen, was dazu animieren soll, dass viele Menschen gegen Gewalt tanzen. Hier finden Sie das Video mit der Choreo zum One Billion Rising: https://youtu.be/HfmV-mGE1NU

Tanzen Sie zum Song „One Billion“ von Sookee zur Choreografie aus dem Vdeo oder zu Ihrer eigenen Choreo, filmen Sie sich dabei, machen Fotos von sich, Ihren Demo-Plakaten, schreiben Sie „Stoppt Gewalt“ auf Ihre Hände, machen Selfies, Boomerangs, TikToks – Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Schicken Sie Ihr Video oder Ihre Fotos über https://wetransfer.com/ an obr-md@gmx.de    

Die Veranstalter*innen schneiden dann in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Magdeburg ein Video, welches am 14. Februar um 14 Uhr auf ihren Kanälen in den sozialen Medien veröffentlicht wird. Bitte beachten Sie: Filmen Sie sich im Querformat mit einer guten Auflösung (z.B. 720 Pixel: 1.280 x 720). Lassen Sie uns auch in diesem Jahr ein Zeichen setzen gegen die Gewalt an Frauen* und Mädchen* und Sie sind dabei! Sie haben Fragen oder Ideen? Melden Sie sich gern unter:

Facebook: https://www.facebook.com/OBRmagdeburg/
Instagram: https://www.instagram.com/obrmagdeburg/
Mail: obr-md@gmx.de

 

Familie in Bewegung „Familie in Bewegung“ ab Januar 2021

„Familie in Bewegung“ – kurz FiB – bringt seit Januar 2021 Eltern und Kinder zum gemeinsamen Sporttreiben zusammen. Dabei steht die Calisthenics-Anlage vor Gebäude 40 in der Zschokkestraße im Mittelpunkt der Aktivitäten. Das Sportzentrum, das Familienbüro, das Betriebliche Gesundheitsmanagement und der Bereich Sportwissenschaft der OVGU haben dieses Drittmittel-Projekt gemeinsam initiiert. Calisthenics ist eine Trainingsform, die nur mit dem eigenen Körpergewicht ausgeführt wird. Sie ist somit ideal für die Verbesserung der Beweglichkeit und Kräftigung des gesamten Körpers. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wird aktuell ein Online-Eltern-Kind-Programm angeboten. FiB ist Teil der von der Techniker Krankenkasse und dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband adh geförderten Initiative „Bewegt studieren – Studieren bewegt! 2.0“. Die Kurse sind in der Pilotphase kostenfrei. Weitere Infos sowie Anmeldung

Förderungen und Preise

IQ Innovationspreis 2021 Digital ins 17. Wettbewerbsjahr des IQ-Innovationspreises

Der IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland startet in die 17. Runde. Bis zum 15. März 2021 können Bewerbungen für den mit rund 70.000 Euro dotierten IQ-Wettbewerb in den fünf Clustern Automotive, Life Sciences, Chemie / Kunststoffe, Energie / Umwelt / Solarwirtschaft und Informationstechnologie online eingereicht werden. Die Preisträger*innen des 17. IQ-Innovationspreises Mitteldeutschland werden anschließend in einem mehrstufigen Jury-Verfahren ermittelt und am 24. Juni 2021 auf einer feierlichen Preisverleihung bekanntgegeben. Weitere Informationen und Anmeldung

 

Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum BMBF: Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum - Bewerbungsfrist verlängert

Mit dem Ralf-Dahrendorf-Preis ehrt das BMBF die herausragende Leistung von Wissenschaftler/innen in europäischen Forschungs-projekten und ermöglicht zugleich die direkte Kommunikation ihrer Forschungsarbeit mit der Gesellschaft. Mit dem Förderpreis von bis zu 50.000 Euro sollen die Preisträger/innen die Möglichkeit erhalten, kreative Konzepte der Wissenschaftskommunikation umzusetzen. Die Bewerbungsphase wurde bis zum 26.02.2021 verlängert. Weitere Informationen

 

Logo GGF Beiträge erwünscht! 8. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung

Prozesse, die intersektional vergeschlechtliche Un_Sichtbarkeiten herbeiführen, sind nicht nur überaus komplex, sondern auch zutiefst ambivalent. Sichtbar zu sein oder zu werden ist eine Voraussetzung für politisches und soziales Wahrgenommenwerden, allerdings übersetzt sich Sichtbarkeit nicht automatisch in politische Handlungsmacht. Zudem gilt: Was an Rechten und sozialer Akzeptanz gewonnen wurde, bleibt nie selbstverständlich. Jene Bewegungen, die sich dem Kampf gegen den „Genderismus“ verschrieben haben, liefern dafür nur die offensichtlichsten Beispiele. Das „Un_Sichtbarwerden“ ist ein Problemkomplex und ein Prozess, der vor dem Hintergrund weitreichender kultureller und sozialer Veränderungen im globalen Maßstab abläuft. Diese werden u.a. angetrieben durch die Ökonomisierung des Sozialen, durch (erzwungene) Migration, religiösen Pluralismus, transnationale Protestbewegungen, neue mediale Technologien und die von ihnen hervorgerufenen Narrationen. Das „Sichtbare“ ist nicht einfach gegeben, sondern das historisch spezifische und kontingente Ergebnis von Prozessen des Sichtbarmachens – und, im Gegenzug, des Unsichtbarmachens an den porös gewordenen Schnittflächen von Öffentlichem und Privatem. Weiteres kann Un_sichtbarkeit auch unter spezifischen Bedingungen als Strategie des Widerstands und der Kritik analysiert werden. Für die 8. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung vom 20.-22. September 2021 (online) freuen sich die Tagungsorganisator*innen über Einreichungen, die erforschen, in welcher Weise genderspezifische und intersektionale Formen von Un_Sichtbarkeiten produziert werden und wie dies im Zusammenhang von Macht(konstellationen) und Widerständen zu denken ist. Gefragt sind überdies Beiträge, die Möglichkeiten transformativer Strategien zur Entwicklung von Handlungsmacht ausloten, sowie künstlerische Interventionen. Die Jahrestagung will einen Ort des lebendigen Austauschs über sich wandelnde Geschlechterverhältnisse im Kontext miteinander interagierender Machtverhältnisse bieten. Aus Gründen der Planbarkeit in den prekären Zeiten der Pandemie wird die Konferenz online abgehalten. Insbesondere sind Beiträge in folgenden Formaten erwünscht:

  • Ausgearbeitete Panels mit Moderation (inklusive Diskussion à 90 Minuten)
  • Einzelvorträge (à 20 Minuten)
  • Poster (inklusive Posterpräsentation à 10 Minuten)
  • Workshops
  • Buchvorstellungen
  • Beiträge künstlerischer Forschung (Videos, Performance Lectures)
  • Dialogische Formate
  • Andere Beiträge für den „Open Space“

Bitte ordnen Sie sich mit Ihrem Abstract explizit einem dieser Formate zu. Gegebenenfalls wird das Tagungsteam an Sie herantreten und alternative Vorschläge für eine Zuordnung oder die Umsetzung machen. Darüber hinaus können auch jenseits dieser Formate gerne innovative Vorschläge gemacht werden. Bitte wenden Sie sich bei Fragen direkt an das Organisationsteam: oeggf.tagung2021@univie.ac.at. Ihren Beitrag reichen Sie bitte ausschließlich online bis zum 8. März 2021 in deutscher oder englischer Sprache über die Tagungswebsite http://oeggf2021.univie.ac.at ein. Hier finden Sie auch ausführliche Informationen zur Tagung sowie zum Call.

 

Logo Women of Europe Women of Europe Awards verliehen

Am 2. Dezember haben die Europäische Bewegung International (engl. kurz: EMI) und die European Women’s Lobby die diesjährigen Women of Europe Awards verliehen. Unter den Gewinnerinnen ist Sviatlana Tikhanovskaya, die als Woman in Power für ihr Engagement in der Belarussischen Opposition ausgezeichnet wurde. Eine Übersicht aller Gewinnerinnen gibt es hier

 

Horizont Europa Nationale Auftaktveranstaltung zum Start des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation „Horizont Europa“

Mit dem neuen Jahr startet auch das neue EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont Europa“. Am 8. Februar 2021 findet dazu eine nationale Auftaktveranstaltung in Aachen statt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen laden alle Forschungs- und Innovationsakteure in Deutschland ein, online teilzunehmen. Hochrangige Sprecherinnen und Sprecher werden die Neuausrichtung des Programms diskutieren und die neuen Fördermöglichkeiten präsentieren. Unter anderem ist für Horizont Europa vorgesehen, dass Geschlechtergerechtigkeit ein Querschnittsthema im gesamten Programm ist. Ferner wird die „Gender dimension in research and innovation“, also die Berücksichtigung von biologischen und soziokulturellen Unterschieden zwischen Männern und Frauen, standardmäßig in jeder Ausschreibung erwartet. Neu in Horizont Europa ist, dass Einrichtungen, die sich an einem Antrag beteiligen möchten, einen Gleichstellungsplan für ihre Einrichtung vorweisen müssen. Eine Anmeldung wird Anfang des Jahres 2021 möglich sein. Zum neuen Programm informieren können Sie sich jedoch schon jetzt, auf dem neue Online-Portal zu Horizont Europa. Auf den Seiten des Portals finden Sie wichtige Informationen zur Förderung durch das 9. Rahmenprogramm für Forschung und Innovation für die Programmlaufzeit von 2021-2027 sowie über das Beratungs- und Schulungsangebot. Die ersten Ausschreibungen für Horizont Europa werden im April erwartet. Zum Horizont Europa Portal

 

Logo ERC ERC: Neue „Funding Seite“ und Instruktionsvideos zur Antragstellung veröffentlicht

Der ERC hat eine neue Webseite mit Informationen für potenzielle Antragstellende zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten eingerichtet. Sie enthält Links zu den Kontaktdaten der Nationalen ERC-Kontaktstellen, FAQs, hilfreiche Videos für Antragsteller („ERC Classes“ s.u.), Dokumente usw.
Zur Funding Seite 

Darüber hinaus veröffentlichte der ERC Ende November eine Reihe neuer Instruktionsvideos unter dem Namen „ERC Classes“. Die insgesamt sieben Videos sollen auf unterhaltsame Weise einen praktischen Überblick über die Antragstellung (Wie schreibe ich Part B1 und B2?), den Begutachtungsprozess und auch zur Vorbereitung von Interviews geben. Die Videos befinden sich auf dem YouTube-Kanal des ERC. Dort werden regelmäßig Videos zu unterschiedlichen Themen veröffentlicht, wie etwa Hilfestellungen und Tipps zum „Public Engagement“ oder Erfahrungsberichte erfolgreicher Grantees.

Veranstaltungen

Online-Seminar Mutig & Stark Mutig & Stark. Als Frau* selbstsicher kommunizieren | Online-Seminar im Februar

Sicherlich kennen das viele Frauen: Herausfordernde Kommunikationssituationen im ehrenamtlichen oder politischen Alltag, in denen sich Frau unter besonderen Leistungsdruck gesetzt und sich deswegen unwohl fühlt. Das kann z. B. eine hitzig geführte Diskussion sein, in der Sie nicht zu Wort kommen oder ein „dummer Spruch“, auf den Sie nicht gut zu reagieren wissen. Es kann aber auch eine Präsentation vor wichtigem Publikum sein, bei der Ihnen die Stimme zu versagen droht. Deswegen sind die Erwartungen an Frauen und ihre rhetorische Handlungsfähigkeit vor allem in einem männlich dominierten Umfeld sehr hoch. In diesem Online-Seminar werden Sie gemeinsam Möglichkeiten erarbeiten, diskutieren und ausprobieren, wie Sie diesen Situationen mit einer mutigen und starken Haltung begegnen können. Mit Hilfe von Videoanalysen und konstruktiver Kritik schulen Sie Ihre Selbstwahrnehmung. In praktischen Übungen erlernen Sie z. B. Ihre Stimme kraftvoll einzusetzen, sich spontan wortgewandt zu äußern oder eine selbstbewusste Körperhaltung einzunehmen. Das Online-Seminar findet in mehreren Teilen an folgenden Terminen statt:

1. Teil: 04.02.2021, 17:30 - 20:30 Uhr
2. Teil: 06.02.2021, 17:30 - 20:30 Uhr
3. Teil: 12.02.2021, 17:30 - 20:30 Uhr

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zu den Anmeldeformalitäten finden Sie hier

 

Diskriminierungssensible Sprache Diskriminierungssensible Sprache | Online-Seminar am 4. Februar 2021

„Worte können die Welt verändern.“, „Die Feder ist stärker als das Schwert.“, „Sprache ist Ausdruck des Geistes.“, „Worte verletzen mehr als Taten.“ Dies sind nur einige gängige Sprüche, die der Macht der Sprache in unserem Leben Ausdruck verleihen. Worte transportieren Emotionen, Meinungen, Weltanschauungen, lösen Gefühle aus und können ganze Menschengruppen ausgrenzen oder gänzlich ihre Existenz negieren. Denn Sprache ist nie neutral, oftmals reproduziert sie Diskriminierungen, Stereotype und Rassismen. Diskriminierungssensibler Sprachgebrauch versucht, Ausgrenzungen jeglicher Art zu vermeiden – sei es aufgrund geschlechtergerechter Formulierungen, durch den Verzicht veralteter sexistischer und rassistischer Begriffe oder ähnlicher negativ belasteter Ausdrucksweisen im Bereich der Inklusion. In diesem Seminar gehen Sie den Fragen nach, wie diskriminierungssensible Sprache konkret aussehen kann. Ob es überhaupt eine diskriminierungsfreie Sprache gibt, wer sich wann angesprochen oder mitgemeint fühlt und vor Allem, was für eine Gewichtung diskriminierungssensible Sprache in unserer Gesellschaft und in unserem unmittelbaren Alltag hat. Und das alles mit vielen Übungen, praktischen Beispielen und Best Practice-Tipps. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zu den Anmeldeformalitäten finden Sie hier.

 

Logo_Heinrich Böll Stiftung Unverzichtbar Feministisch - 30 Jahre Ostberliner Frauenzentren | Online-Vortrag am 15. Februar

„30 Jahre Ostberliner Frauenzentren“ geben den Anlass, die Geschichte und die Zukunft dieser Orte und ihr frauenpolitisches bzw. feministisches Wirken in den Fokus zu rücken. Astrid Landero (ehem. Projektleiterin Paula Panke) und Anne Wizorek (freie Beraterin für digitale Strategien und Autorin) sind zwei Generationen von Feministinnen, die über die gesellschaftliche Notwendigkeit von Frauenzentren und die Entwicklung von Feminismus diskutieren werden. Veranstaltet wird diese Reihe vom EWA-Frauenzentrum in Kooperation mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung. Zur Anmeldung für den Online-Vortrag gelangen Sie hier

 

Logo_Heinrich Böll Stiftung Selbstsicher ins Rampenlicht. Körper- und Präsenztraining für Frauen am 20. Februar in Kiel

Sicheres und souveränes Auftreten kann erlernt werden. Eigene Leistungen klar kommunizieren, Fachkompetenzen zeigen und sich selbst gut zu präsentieren, das fällt vielen Frauen schwer. Souveränität und überzeugende Kommunikation entwickeln Sie im Rahmen dieses Seminars. Das Seminar ist nicht nur trockene Theorie, sondern bietet ausreichend Raum, die erlernten Techniken auch zu trainieren, (mit und ohne Videoanalyse), so dass nicht nur theoretisches Wissen mit nach Hause genommen wird. Die Seminarinhalte und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

 

Logo_Heinrich Böll Stiftung Demokratie braucht Feminismus | Online-Seminar am 24. Februar 2021

Das Online-Seminar bietet einen Einstieg, wie Antifeminismus online in sozialen Netzwerken begegnet werden kann und stärkt die Handlungssicherheit der Teilnehmenden. Es wechselt zwischen audiovisuellen Inputs und textbasierten Diskussionsmethoden. Weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie hier.

 

Deutsches Hygienemuseum Dresden Online-Tagung „Sexualitäten sammeln. Von Körperpraktiken, Beziehungen und grenzüberschreitenden Objekten“

Am 24. und 25. Februar 2021 findet online die Tagung „Sexualitäten sammeln. Von Körperpraktiken, Beziehungen und grenzüberschreitenden Objekten“ statt. Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden lädt alle Interessierten herzlich zur Teilnahme ein. Wenn von „der“ Pille gesprochen wird, weiß jede*r was gemeint ist. Sex Toys gibt es seit einigen Jahren in Drogerien in unterschiedlicher Ausführung und ohne diskrete Verpackung zu kaufen. Diese und andere Objekte sind im Alltag präsent, prägen Sexualität und sind gleichzeitig Ausdruck sich verändernder Ordnungen des Sexuellen. Sexualitätsdinge finden auch ihren Weg in die Sammlungen von Museen oder sind schon längst da. Eine genauere Auseinandersetzung mit ihnen ermöglicht es, mehr darüber zu erfahren, inwiefern diese nicht nur Niederschlag von sich wandelnden Diskursen um Sexualitäten sind, sondern auch darüber hinaus als eigensinnige Objekte (Peter Hahn) auftreten. Im Fokus der Tagung „Sexualitäten sammeln“ steht die materielle Kultur der Sexualitäten. Die zweitägige Online-Veranstaltung bringt Museumspraktiker*innen und Wissenschaftler*innen miteinander ins Gespräch und beschäftigt sich mit der Frage, welche Strategien und Methoden geeignet sind, die Vielfalt von Sexualitäten in Sammlungen und Archiven abzubilden und zu erforschen. Zudem werden Objekte wie Sexroboter, Kondome und Dildos genauer vorgestellt und analysiert. Die Tagung findet im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts „Dinge und Sexualität. Produktion und Konsumtion im 20. und 21.  Jahrhundert“ statt, das im Verbund mit dem Lehrstuhl für Soziologische Theorien und Kultursoziologie am Institut für Soziologie der Technischen Universität Dresden, dem Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin an der Medizinische Hochschule Hannover und dem Schwulen Museum Berlin durchgeführt wird. Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben. Obwohl die Tagung virtuell stattfindet, sind die verfügbaren Plätze begrenzt. Bitte melden Sie sich deshalb bis zum 8. Februar 2021 verbindlich an. Die Möglichkeit zur Anmeldung und zum Programm finden Sie unter dem Link https://www.dhmd.de/veranstaltungen/online-tagung-sexualitaeten-sammeln/

 

meccanica feminale online Jetzt Plätze sichern: meccanica feminale im Februar 2021 ONLINE

Die meccanica feminale lädt vom 23. bis 27. Februar 2021 Studentinnen und Wissenschaftlerinnen aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, dem Wirtschaftsingenieurwesen, der Medizintechnik und angrenzenden Fachrichtungen im MINT-Bereich zum gemeinsamen Austausch und Experimentieren ein. Das Schwerpunktthema der kommenden meccanica feminale ist Luft- und Raumfahrttechnik. Die meccanica feminale ermöglicht den Teilnehmerinnen, sich in einer individuellen und lernförderlichen Atmosphäre unter Frauen weiterzuqualifizieren. Die Möglichkeit zum Netzwerken und zum gegenseitigen Kennenlernen gibt es bei den Programmpunkten des Rahmenprogramms, wie etwa bei dem digitalen Netzwerkabend, bei einer gemeinsamen Mission im Escape-Room oder bei einer digitalen Yoga-Session. Am Career Day werden die Teilnehmerinnen auf die Arbeitswelt vorbereitet. Sie können sich in einem Einzel Impuls-Coaching bezüglich ihrer Berufs- und Lebensplanung beraten lassen, Kurse zum Thema Gehaltsverhandlung und Altersabsicherung besuchen oder die EnBW Energie Baden-Württemberg AG bei einer digitalen Kraftwerksführung kennenlernen. Der Anmeldeschluss wurde auf den 25.01.2021 verlängert, danach werden Restplätze vergeben. Das Kursangebot sowie den Anmeldelink für die meccanica feminale 2021 finden Sie auf der Homepage www.meccanica-feminale.de

 

Abschluss-Symposium „Promovieren in den IT-Fächern: Vorsprung durch Vernetzung – Austausch – Beratung“

Wie steht es aktuell um IT-Doktorandinnen – was sind deren Arbeitsbedingungen, Unterstützungsbedarfe, Karrieremöglichkeiten und Zukunftsvorstellungen? Und (wie) unterscheiden sich IT-Doktoranden davon? Das Verbundprojekt „Doktorandinnen in IT (DokIT)“ präsentiert zum Symposium die Ergebnisse der Befragung, die daraus entwickelten Unterstützungsangebote für IT-Doktorandinnen auf der Website und die im Projekt erprobte Cloud-Plattform. Das Symposium findet am Freitag, den 12.03.2021 online statt. Weitere Informationen finden Sie im Flyer und die Programmbeschreibung des Projektes auf der Homepage: https://dokinit.de/pages/symposium21

 

Gender und Antifeminismus! Umgang mit antifeministischen Aussagen. Online-Workshop am 14. März 2021

„Genderwahn – Frühsexualisierung – Umerziehung!“ In gezielten Angriffen auf „Feminismus und Gender“ suchen rechtspopulistische Kreise in den letzten Jahren Anschluss an Debatten um Geschlechterrollen und Geschlechterverhältnisse in der Gesellschaft. Dieser Kampf um Deutungshoheit stellt unsere Gesellschaft und insbesondere Menschen aus Bildungsarbeit und Politik vor große Herausforderungen. Der Workshop möchte Gleichstellungsbeauftragten und allen Interessierten sächsischer Hochschulen Wissen und Kompetenzen im Bereich Antifeminismus vermitteln und diese darin unterstützen, angemessen mit antifeministischen Äußerungen und Störungen umzugehen. Im Rahmen des ganztägigen Trainings werden – ausgehend von Praxisbeispielen – Situationen analysiert, Handlungsoptionen besprochen und der Umgang mit antifeministischen Aussagen trainiert. Hierbei steht vor allem die Stärkung und Sichtbarmachung der eigenen Haltung im Fokus. Durch vielfältige Methoden werden Teilnehmende in ihrer Argumentationssicherheit gestärkt. Ziel ist es, eine souveräne Haltung und Position zu entwickeln, um sich dem aktuellen Gegenwind und Diffamierungen selbstsicher entgegenzustellen. Geleitet wird der Workshop von Peps Gutsche und Nadja Kaiser von Gegenargument. Anmeldungen sind bis zum 4. März 2021 möglich. Weitere Informationen sowie den Workshop-Flyer finden Sie hier

Hochschule und Politik

Digitale Ausstellung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November, dem Internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen, wird jährlich auf die Alltäglichkeit von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht. Ziel ist es, gesamtgesellschaftliche Missstände und Menschenrechtsverletzungen in Deutschland und weltweit zu benennen und Strategien zur Bekämpfung jener Missstände in den Mittelpunkt zu rücken. Dazu hat das Büro für Gleichstellung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster eine digitale Ausstellung unter dem Titel „Stoppt Gewalt an Frauen“ erstellt. Die Ausstellung zeigt verschiedene Gewaltdimensionen auf, gibt wichtige Hintergrundinformationen zur Geschichte des Tages und stellt Studien zur Gewalt gegen Frauen im Studium und am Arbeitsplatz vor. Hier geht’s zur digitalen Ausstellung

 

Zweiter Bericht zu Gendered Innovations veröffentlicht

Ende November 2020 ist ein zweiter Bericht mit zahlreichen Fallstudien zu „Gendered Innovations“ erschienen. Der Untertitel lautet „How Inclusive Analysis Contributes to Research and Innovation“. Die von der Europäischen Kommission unter Horizont 2020 finanzierte Expertinnen- und Expertengruppe legt Beispiele aus Projekten verschiedenster Fachbereichen vor, die unter Horizont 2020 gefördert wurden. Vertreten sind beispielsweise Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Robotik, Energie, Transport, Klimawandel und Städteplanung, aber auch faire Besteuerung und die COVID-19-Pandemie. Es werden auch Kernthemen adressiert, die für Cluster, Missionen und Partnerschaften unter Horizont Europa zentral sein werden. In einem Interview im Journal nature erklärt Londa Schiebinger noch einmal die Bedeutung von Geschlecht für die Forschung und wie die Beispiele ihrer Arbeitsgruppe dazu beitragen, Forschungsstandards auf ein neues Niveau zu heben. Dementsprechend wurde auch die Website Gendered Innovations aktualisiert; sie enthält nun 40 Fallstudien, allgemeine und fachspezifische Methoden. In einem Blog einer Expertin der Gruppe soll nun wöchentlich zu Gendered Innovations geschrieben werden; der erste Beitrag handelt von der Diversität von Crash Test Dummies.

 

Geschlechterunterschiede bei der Redezeit auf wissenschaftlichen Tagungen

Geschlechterunterschiede bei wissenschaftlichen Tagungen hat ein Team aus Geografen und Geografinnen der Universität Passau in einer Studie für den 61. Deutschen Kongress für Geographie 2019 in Kiel belegt. Neben der Auswertung der Gästestruktur und des Konferenzprogramms wurden in 233 Vorträgen Daten zur Größe und Zusammensetzung der Auditorien, zu Redezeiten und dem Diskussionsverhalten erhoben. Klares Fazit: Männer reden häufiger und länger. Zur Studie

 

Der Wert des wissenschaftlichen Schreibens für unsere Zeit

Als Beitrag zum Wissenschaftstag #4genderstudies 2020 veröffentlicht der blog interdisziplinäre geschlechterforschung ein Gespräch von Judith Butler und Dirk Schulz, Geschäftsführer von GeStiK, Gender Studies in Köln. Unter dem Titel „There’s no back to normal“ bildete ihr Austausch den Auftakt zur aktuellen Vortragsreihe der GeStiK zum Thema „Krise“. Da in diesem Gespräch auch Fragen skizziert wurden, die sich auf die anhaltenden Angriffe auf – bis hin zu Verboten von – Gender Studies überall in der Welt beziehen, stimmte Judith Butler einer redaktionellen Bearbeitung für den gender-blog zu. Das Gespräch zum Nachlesen finden Sie hier:

Teil 1 des Gesprächs

Teil 2 des Gesprächs

 

Wissen_schaf(f)t. Wessen Macht? Intersektionale Perspektiven auf Prekarität und Diskriminierung im Wissenschaftsbetrieb

Wir leben in einer Gesellschaft, die zutiefst von Diskriminierung durchzogen ist. Auch Wissenschaft ist als Teil dieser Gesellschaft nicht diskriminierungsfrei. Forschungsinstitutionen neigen dazu, die eigenen diskriminierenden Strukturen nicht in den Blick zu nehmen. Zwischen Exzellenz und Bestenauslese trägt der Mythos der Hochschule als ‘Enlightened Institution’ zur Individualisierung struktureller Probleme und zur Prekarisierung der wissenschaftlich Tätigen bei. Gleichzeitig kann wissenschaftliche Forschung diskriminierungskritisches Wissen produzieren und dazu beitragen, diskriminierende Verhältnisse abzubauen. Insbesondere die aus gesellschaftskritischen Bewegungen hervorgegangene Intersektionalitätsforschung leistet einen wichtigen Beitrag zur Analyse diskriminierender Strukturen, wird allerdings bisher noch zu wenig in der Wissenschaftsforschung aufgegriffen. Gemeinsam mit den Wissenschaftler*innen Dr. Denise Bergold-Caldwell (Marburg) und Prof. Dr. Katrin Pittius (Dresden) diskutieren die Präventionsstelle Diskriminierung und sexuelle Belästigung und gender*bildet der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wie diskriminierende Strukturen und Prekarisierungsprozesse innerhalb der vielfältigen Gruppe von Wissenschaftler*innen in der Qualifikationsphase aus intersektionaler Sicht betrachtet werden können. Welche Potenziale liegen in der Intersektionalitätsforschung, um diskriminierende Strukturen im Wissenschaftsbetrieb bzw. der Organisation Universität aufzuspüren und zu analysieren? Wie kann dieses Potenzial genutzt werden? Welche Strategien bieten sich an, um Diskriminierung und Prekarisierung in den Karriereverläufen von Wissenschaftler*innen abzubauen?  Der Beitrag ist Teil des am 18.12.2020 deutschlandweit stattgefundenen Aktionstages #4GenderStudies. Der Videomitschnitt des Gesprächs ist verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=LHM4ktpXvaQ&fbclid=IwAR32TJbAGTDlRQrFmxpFU0MrjcMbwPs4hilqIPiamlIQXUc9xsn_kLvruw

 

Beispiele für den Einfluss von Gender in wissenschaftlichen Forschungsprojekten des ERC

Geschlecht ist viel mehr als nur die einfache und traditionelle Aufteilung in Männer und Frauen. Geschlechterfragen wirken sich auf unser gesamtes Leben aus, und das Konzept des Geschlechts wird überprüft und neu definiert. Auf der Seite des Forschungs- und Entwicklungsinformationsdienstes der Europäischen Gemeinschaft (CORDIS) wurden Beispiele aus ERC-Projekten zusammengestellt, die zeigen, wie die Pionierforschung innovative Ideen und Perspektiven zu Gender voranbringt. Es zeigt die Arbeit von vom ERC geförderten Personen, deren Projekte entweder innerhalb – oder in mehreren Fällen jenseits – einer Vielzahl von Fachrichtungen der Geistes- und Sozialwissenschaften wirken. Lesen Sie mehr

 

Materialien zum ERC-Workshop „Sex and gender dimension in frontier research“ online

Zu einem eintägigen virtuellen Workshop lud der Europäische Forschungsrat am 16. November ein. Mit Vorträgen, Diskussionen und vor allem spannenden Berichten von ERC Grantees zu ihren Projekten mit Bezügen zu Geschlecht beleuchtete der hochrangige ERC verschiedene Aspekte zu Gender in diversen Forschungsbereichen. Die einzelnen Sessions sowie die Ansprachen der EU-Kommissarinnen Gabriel und Dalli sind online verfügbar

 

COVID-19-Ein Mosaik: Politiken des Lebens in Zeiten der Corona-Krise

Seuchen ohne Seuchenpolitiken gibt es nicht. Auch die aktuelle Covid-19-Pandemie ist eingebettet in gesellschaftliche Verhältnisse und in Politiken des Lebens: in Politiken, die durch Abstandsregelungen, Kontaktbeschränkungen, Home-Office, Schul- und Kita-Schließungen die Lebensweisen der Menschen maßgeblich verändern; in Politiken, die festlegen, welches Leben geschützt werden soll und welche Tätigkeiten als systemrelevant gelten; und in Politiken, die eine Gesundheitskrise in eine ökonomische Krise mit Versorgungsengpässen und Verarmung verwandeln. Diese Politiken des Lebens führen dazu, dass das Virus zwar alle treffen kann, aber dennoch nicht alle in gleicher Weise vom Virus gefährdet und von den politischen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen sind. Wohnungslose, Geflüchtete, Sexarbeiter*innen, alleinerziehende Mütter, prekäre Arbeiter*innen, Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, Arme, Gefängnisinsass*innen und Bewohner*innen von Nationalstaaten mit geringer öffentlicher Gesundheitsversorgung sind in vielerlei Hinsicht verletzbarer und gefährdeter als Menschen, deren Arbeits-, Lebens- und Wohnverhältnisse so sind, dass sie auch in der aktuellen Ausnahmesituation weitreichende Sicherheiten bieten. Die aktuelle Corona-Krise macht wie in einem Brennglas gesellschaftliche Widersprüche und Ungleichheiten deutlich, die schon davor Normalität waren. Um diese vielschichtigen Aspekte der ungleichen Politiken des Lebens in der Corona-Krise sichtbar zu machen, braucht es ein umfangreiches und facettenreiches Mosaik. Die Universität Bremen hat ein solches Mosaik als Online-Plattform entwickelt, die sich mit den angesprochenen Themenschwerpunkten auseinandersetzt. Das umfangreiche Mosaik ist zu finden unter https://www.covid19-mosaik.de/.
Ermöglicht wurde die digitale Ausstellung durch die Förderung im Rahmen der Sonderausschreibung »Corona-Krise und die Humanities« der interdisziplinären Verbundforschungsplattform Worlds of Contradiction der Universität Bremen.

Sei kein Mann_JJ Bola Lesenswert: JJ Bola über toxische Männlichkeit

JJ Bola, Streetworker und Autor, in Kinshasa geboren, wuchs in London auf. In einem Interview mit der taz zu seinem neu erschienenen Buch „Sei kein Mann – warum Männlichkeit ein Albtraum für Jungs ist“, spricht er über toxische Männlichkeit und angelernte Rollenbilder: „Offensichtlich leben wir in einer Gesellschaft, die Männer gegenüber Frauen und anderen Geschlechtern privilegiert. Wir halten an patriarchalen Strukturen fest, weil sie uns Macht verleihen. Solange es jemanden unter mir gibt, den ich dominieren kann und dem es schlechter geht als mir, fühle ich mich stark. Dabei übersehen wir, dass Männer öfter Opfer von Gewaltverbrechen werden, häufiger drogenabhängig sind und/oder von Obdachlosigkeit bedroht sind. Auch ist die Suizidrate bei Männern höher als bei Frauen. Statt also am patriarchalen System festzuhalten, sollten wir uns für eine geschlechtergerechtere Gesellschaft einsetzen.“ Hier geht’s zum taz-Interview

 

Grauzonen gibt es nicht_Hassan_Sanchez-Lambert Neuerscheinung: Grauzonen gibt es nicht. Muster sexueller Belästigung mit dem Red-Flag-System erkennen

Mit dem Mythos: „Ist das noch ein Flirt oder ist das schon ein Übergriff?“ — „Das ist eine Grauzone, das kann doch kein Mensch beurteilen!“ räumt das Buch Grauzonen gibt es nicht. Muster sexueller Belästigung mit dem Red-Flag-System erkennen von Sara Hassan und Juliette Sanchez-Lambert auf. Es beschreibt das „Red Flag System“ – ein Alarmsystem, das sexuelle Belästigung auch in Grauzonen frühzeitig erkennt, indem es den gesamten Kontext berücksichtigt. Das Buch baut auf dem gesammelten Wissen von Betroffenen auf und beschreibt, was vor sich geht, wenn Menschen ihre Macht missbrauchen. Es gibt Betroffenen sowie Beobachter*innen von sexueller Belästigung Instrumente an die Hand, um Machtmissbrauch rechtzeitig zu erkennen und dagegen vorzugehen. Das Buch ist kostenpflichtig als Hardcopy bestellbar oder kostenfrei verfügbar unter: https://shop.oegbverlag.at/amfile/file/download/file/718/product/124298/

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Letzte Änderung: 18.02.2021 - Ansprechpartner: Webmaster