Lesung zu 'Mutterschaft und Wissenschaft'

Die (Un-)Vereinbarkeit von Mutterbild und wissenschaftlicher TätigkeitLesung Mutterschaft und Wissenschaft

 

Wir möchten Sie herzlich zu einer Online-Lesung zur Buchveröffentlichung 'Mutterschaft und Wissenschaft. Die (Un-)Vereinbarkeit von Mutterbild und wissenschaftlicher Tätigkeit' am 11. März 2021 um 19 Uhr einladen!

Die Corona-Krise lässt deutlich zu Tage treten, was auch vorher schon sichtbar war: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir weit entfernt. Das gilt sowohl für die Gesellschaft, als auch für die Wissenschaft. Während des Erscheinens des Buches „Mutterschaft und Wissenschaft“ von Sarah Czerney, Lena Eckert und Silke Martin, müssen die Autorinnen erleben, dass die Auswirkungen von COVID-19 vor allem auf den Schultern von Müttern ausgetragen werden. Sie sind es, die sich freistellen lassen müssen, unbezahlten Urlaub nehmen oder sogar ihre Jobs verlieren, um ihre Kinder während der Schul- und Kitaschließungen zu betreuen. Auch in der Wissenschaft macht sich dieser Gender Care Gap bemerkbar: Während Wissenschaftler im Corona-Jahr überdurchschnittlich viel publizieren, sind die Publikationen von (Mütter-)Wissenschaftlerinnen stark zurückgegangen. Dieses Spannungsfeld zwischen Mutterschaft und Wissenschaft – nicht nur in Zeiten von Corona – auszuloten, ist Anliegen des Buches. Die Herausgeberinnen versammeln darin Stimmen von Wissenschaftler*innen, die sich in sehr persönlichen Texten mit dem Thema „Kinder haben oder nicht haben (wollen)“ auseinandersetzen und dabei auf vielfältige Art das noch immer vorherrschende Mutterbild in Deutschland thematisieren und hinterfragen.
Dabei geht es um die gemeinsame Auslotung verschiedener Erfahrungen von privaten und professionellen Aspekten im Leben von (Nicht-)Müttern, die in der Wissenschaft tätig sind: „Denn das ist es, was uns auszeichnet: die sich gegenseitig ausschließenden Idealisierungen und Ideologisierungen beider Positionen. Nicht die Unvereinbarkeit der Tätigkeiten, sondern die Unvereinbarkeit der zwei sehr unterschiedlichen materiell-diskursiven Choreografien ist es, die (potentielle) Mutterschaft und Wissenschaft gegeneinander ausspielt.“ Das Spannungsfeld, in dem Wissenschaftler*innen leben, die auch (oder noch nicht oder nie) Mütter sind, ist komplex. Während der Lesung werden die Herausgeberinnen und Autorinnen mit Leseproben einen Einblick in das Buch geben, um dieses Spannungsfeld in einer anschließenden Diskussion auszuloten. Eine erste Leseprobe zum Buch finden Sie unter: www.springer.com/de/book/9783658309312

Die Lesung wird organisiert von den Teilnehmerinnen des Coaching- und Mentoringprogramms COMETiN in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellungsfragen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Die Teilnahme an der Lesung ist kostenfrei.

Um einen Zugang zur Veranstaltung zu erhalten, melden Sie sich bitte per Mail bei der Organisatorin Anna Gebhard (anna.gebhard@ovgu.de).
Wir wünschen allen Teilnehmenden eine spannende Lesung und anschließend eine anregende Diskussion!

Letzte Änderung: 26.02.2021 - Ansprechpartner: Webmaster