Newsletter Juni 2020

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Alternativtext

Liebe Wissenschaftler*innen und Interessierte,

 

anbei finden Sie den aktuellen Newsletter Women-in-Science, den Sie gern auch weiterleiten können.

Zur Registrierung oder bei Fragen, für Wünsche und Anregungen melden Sie sich gern unter: gleichstellungsbeauftragte@ovgu.de.

Ihr Büro für Gleichstellungsfragen der OVGU

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Auf unserer Website finden Sie aktuelle Informationen rund um Chancengleichheit an der Universität, Förderangebote, Termine des Coaching- und Mentoringprogramms COMETiN, Aktivitäten im Rahmen des Magdeburger Gender Campus uvm.

Aus dem Inhalt

Aktuelles
» Inszenierte Innenstadt: Freiraumlabor in Magdeburg
» Änderungen Wissenschaftszeitvertagsgesetz
» Diversität ohne Inklusion funktioniert nicht | #WakeUpCall mit Prof. Dr. Susanne Schmidt
» Weitere Themen
Förderungen und Preise
» Coaching-Angebote für Nachwuchswissenschaftlerinnen an der OVGU
» Kursangebote für die 12. meccanica feminale 2021 gesucht: Einreichungsfrist 28.07.2020
» Call für Papers: Jahrbuch Erziehungswissenschaftliche Geschlechterforschung Bd. 18/2022 Familie, Geschlecht und Erziehung – in Zeiten der Krisen des 21. Jahrhunderts
» Weitere Themen
Veranstaltungen
» Spitzenkräfte - Porträts von Frauen in Führungspositionen – Online-Lesung mit Marie-Luise Braun am 02. Juli 2020
» Handlungsfähig werden! Sexismus und Antifeminismus widersprechen – Online-Workshop am 10. Juli 2020
» Für Frauen: Erfolgreiche Kommunikationsmuster erkennen und stärken vom 21.09.2020 bis 22.09.2020 in Köln
» Weitere Themen
Hochschule und Politik
» Kris Adlitz: Warum hält sich die Geschlechterungleichheit?
» Aufenthaltsrecht auf Zeit. Was Professor*innen über ihren Bildungsaufstieg erzählen
» Aus Corona Lernen: Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern abbauen
» Weitere Themen

Aktuelles

Logo COMETiN Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz bei COMETiN, dem Mentoringprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen der OVGU!
  • Sie arbeiten an spannenden Projekten und können sich vorstellen Wissenschaftlerin zu werden?
  • Sie wollen sich und Ihr Thema voranbringen?
  • Sie wollen sich persönlich weiterentwickeln und IHREN Karriereweg finden?
  • Sie möchten sich mit Nachwuchswissenschaftlerinnen in der gleichen Situation austauschen und vernetzen?

Dann melden Sie sich für die nächste Runde des COMETiN Programms an. Hier bekommen Sie persönlichen Austausch mit eine*r Mentor*in, Workshops und Coachings, die Sie auf Ihrem Weg unterstützen und weiterbringen. Die neue Runde startet am 27. Oktober, bewerben Sie sich jetzt unter: http://www.bfg.ovgu.de/COMETiN+Programm/Teilnahme.html

Freiraumlabor Magdeburg Inszenierte Innenstadt: Freiraumlabor in Magdeburg

Seit dem 12. Juni 2020 ist das Freiraumlabor im Nordabschnitt des Breiten Weges in Magdeburg eröffnet und lädt Besucher*innen zur kreativ-experimentellen Entdeckungstour ein. Bis 12. Juli 2020 kann die Innenstadt nicht nur neu erlebt, sondern auch aktiv mitgestaltet werden – von Gastronomie über Gestaltung bis hin zur freien Bühne. Die Besucher*innen erwarten Ausstellungen, Kinderunterhaltung, Kunstaktionen, eine offene Bühne, ein Stadtstrand und Workshops. Über vier Wochen lang beleben Magdeburgs Kreative, Künstler*innen und Kulturschaffende während des Freiraumlabors den Breiten Weg auf diese Weise neu und machen Kunst für Passant*innen greifbar.
Weitere Informationen, kurzfriste Aktionen sowie Bild- und Video-Impressionen können auf den Social-Media-Kanälen des Freiraumlabors auf Facebook sowie auf Instagram mitverfolgt werden. Die Programmübersicht sowie weitere Informationen sind hier zu finden.

Wissenschaftszeitvertragsgesetz Änderungen Wissenschaftszeitvertagsgesetz

Kurz vor dem Pfingstwochenende ist, wie bereits durch die Bundesministerin Anfang April 2020 in Aussicht gestellt, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz durch das Gesetz vom 25.5.2020 geändert worden. Die Änderung betrifft § 7 des Gesetzes, mit dem eine Übergangsregelung für die Folgen der Corona-Pandemie getroffen wurde. Mit der Änderung des Gesetzes ist der Höchstbefristungsrahmen für befristete Verträge, die zur Qualifizierung abgeschlossen wurden, um 6 Monate verlängert worden. Ähnlich der bereits bekannten Kinderkomponente verlängert sich damit die Zeit, die zur Qualifizierung genutzt werden kann. Für Drittmittelbeschäftigte gilt diese Regelung nicht, weil es für die Drittmittelbeschäftigung keine gesetzlich definierten Höchstgrenzen gibt. Voraussetzungen für die Verlängerung des Höchstbefristungsrahmens und ausführliche Erläuterungen finden Sie hier.

Weiterführende Erläuterungen finden Sie auf den Seiten des BMBF unter https://www.bmbf.de/de/faq-was-befristet-beschaeftigte-jetzt-wissen-muessen-11682.html

#WakeUpCall mit Prof. Dr. Susanne Schmidt Diversität ohne Inklusion funktioniert nicht | #WakeUpCall mit Prof. Dr. Susanne Schmidt

Wie hängen Diversität und Inklusion zusammen? Wie hat die Coronakrise Lehre und Forschung beeinflusst? Führt die Krise zu Rückschritten beim Thema Gleichberechtigung oder ist sie vielmehr ein Wake-Up Call für unsere Wirtschaft, Gesellschaft und Politik? Zu diesen Fragen äußert sich Prof. Dr. Susanne Schmidt, Professorin für Internationales Management an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, in einem Wake-Up Call. Vor allem in einem Punkt sei sich die Forschung einig: „Unternehmen, die in Diversität und Inklusion investieren, sind langfristig innovativer und können langfristig erfolgreicher auf dem Markt agieren“, sagt Susanne Schmidt. Das Video zum Wake-Up Call finden Sie hier

Logo FEMPOWER „Wir sollten uns weigern, so gut zu funktionieren!“

Das FEM POWER Netzwerk hat in den letzten Wochen Statements von Frauen im Wissenschaftsbetrieb gesammelt, um deren Erfahrungen während der Corona-Zeit sichtbar zu machen – wie zum Beispiel von Geschlechterforscherin Dr. Lena Eckert der Uni Halle, die sagt: „Wir sollten uns weigern, so gut zu funktionieren!“ Die unter dem Hashtag #FEMPOWERING gesammelten Beiträge und Analysen machen deutlich: Chancengerechtigkeit in der Wissenschaft und in der gesamten Gesellschaft ist ein langer Weg.  Auf der Kampagnen-Website und Facebook-Seite der Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt können Sie die Beiträge nachlesen.

Förderungen und Preise

Coaching-Angebote für Nachwuchswissenschaftlerinnen an der OVGU Coaching-Angebote für Nachwuchswissenschaftlerinnen an der OVGU

Das Büro für Gleichstellungsfragen bietet Nachwuchswissenschaftlerinnen der OVGU (Doktorandinnen und Post Docs) die Möglichkeit, ein individuelles berufliches Einzelcoaching in Anspruch zu nehmen. Coaching ist eine professionelle Beratung mit dem Ziel berufliche Anliegen umzusetzen. Das Coaching unterstützt Prozesse der Selbstreflektion um Problemlagen zu erkennen und zu lösen (Deutscher Bundesverband Coaching e.V.). Bei Interesse kontaktieren Sie gern das Team vom Büro für Gleichstellungsfragen. Besuchen Sie auch die Website des BfG für Informationen zur Anmeldung.

meccanica feminale Kursangebote für die 12. meccanica feminale 2021 gesucht: Einreichungsfrist 28.07.2020

Die 12. Frühjahrshochschule meccanica feminale (#mfbw21) für Studentinnen und Fachfrauen aller Ingenieurwissenschaften, insbesondere der Fachgebiete Maschinenbau, Elektrotechnik, Medizintechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, findet vom 16.02. - 20.02.2021 an der Universität Stuttgart, Campus Vaihingen, statt. Dozentinnen und berufstätige Ingenieurinnen sind herzlich aufgerufen, Angebote für Seminare, Workshops und Vorträge abzugeben. Wir bitten auch um Weitergabe der Information! Ebenso werden wieder Vorträge für den Conference Day am 18. Februar 2021 gesucht (Vortragsdauer: 45 Minuten). Beitragsschluss für den Call for Lectures ist der 28.07.2020. Schwerpunktthema der meccanica feminale 2021 ist Luft- und Raumfahrttechnik. Andere Themenvorschläge werden selbstverständlich auch gerne entgegengenommen. zum vollständigen Call for Lectures

Ausschreibung des Otto-von-Guericke-Stipendiums 2020 zur Förderung ausländischer Studierender

Die Landeshauptstadt Magdeburg und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg verleihen im Jahr 2020 zum 18. Mal das Otto-von-Guericke-Stipendium. Das studienbegleitende Stipendium umfasst eine Dotation der Landeshauptstadt Magdeburg in Höhe von 6.000 € und die gezielte Förderung einer/s* ausländischen Studierenden (kein/e* Promovierenden) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Studienjahr 2020/21. Ein Vorschlagsrecht haben alle Wissenschaftler*innen der OVGU. Eine Selbstbewerbung von ausländischen Studierenden der OVGU ist ebenso möglich. Vorschläge und Bewerbungen können bis einschließlich 06. August 2020 eingereicht werden. mehr

DAAD-Preis 2020 für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender

Mit dem DAAD-Preis soll ein/e Studierende/r der OVGU mit besonderen akademischen Leistungen und bemerkenswertem gesellschaftlichen oder interkulturellen Engagement ausgezeichnet werden. Die Kandidatin/der Kandidat (nur Bildungsausländer*innen, keine Gast- oder Austauschstudierenden) sollte sich in der Regel im fortgeschrittenen Stadium des Bachelor- (mindestens 2. oder 3. Studienjahr) bzw. Masterstudiums (mindestens 2. Semester) befinden. Es können aber auch Jung-Examinierte und Promovend*innen benannt werden. Der DAAD-Preis ist kein Forschungspreis und nicht für die Würdigung einer Promotionsarbeit vorgesehen. Der DAAD-Preis soll vorrangig an Studierende/Graduierte vergeben werden, die ihr Studium aus eigener Kraft erfolgreich meistern. Das Preisgeld beträgt 1000,- Euro. Der Preis kann nicht auf mehrere Studierende aufgeteilt werden. Um Benennung eines/r geeigneten Kandidaten/in und Zusendung einer aussagefähigen Begründung bis 6. August 2020 wird gebeten. zur vollständigen Ausschreibung

Call für Papers: Jahrbuch Erziehungswissenschaftliche Geschlechterforschung Bd. 18/2022 Familie, Geschlecht und Erziehung – in Zeiten der Krisen des 21. Jahrhunderts

Familie ist für den überwiegenden Teil der Kinder und Jugendlichen primärer Ort von Erziehung, Bildung und Sozialisation. Die Zunahme der weiblichen Erwerbsquote, die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter in Ehe und Familie, die moralische Legitimierung des männlichen Interesses an Familienzeit, aber auch die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz und Sichtbarkeit postmoderner familiärer Lebensformen (wie gleichgeschlechtliche bzw. queere Elternschaft, unterschiedlichste Patch-work-Konstellationen, aktive Alleinelternschaft, projektförmige kernfamilien- bzw. generationenüber-greifende Formen des Zusammenlebens, in regionaler/internationaler Distanz lebende Familien u.a.) haben vielfältige Gelegenheiten geschaffen, die private Lebensführung stärker den individuellen Bedürfnissen auch ‚jenseits der Geschlechterfalle‘ anzupassen. Trotz all dieser Veränderungen und der Zunahme an Gestaltungsmöglichkeiten fallen Reproduktions- bzw. Care-Arbeit und damit insbesondere auch Erziehungsaufgaben entlang des historisch-bürgerlichen Familienmodells auch im 21. Jahrhundert nach wie vor prioritär in den Aufgabenbereich von Frauen. Davon sind Frauen in ungleichen sozialen Lagen – und damit auch im globalen Kontext – gleichermaßen, wenn auch unterschiedlich betroffen. Aktuell erscheinen vor diesem Hintergrund gesellschaftliche Krisen, die die sozialstrukturellen und diskursiven Rahmenbedingungen verändern und/oder begrenzen, unter denen Familien Erziehungsprozesse gestalten, besonders interessant. Die Corona-Pandemie und die dadurch ausgelöste gesellschaftliche, wirtschaftliche und arbeitspolitische Krise erweist sich als Brennglas, unter dem sich das Verhältnis von Familie, Geschlecht und Erziehung erneut verschiebt – die Re-Traditionalisierung der Geschlechterbeziehungen und die Reproduktion ungleicher Bildungschancen sind dabei nur zwei der gravierendsten Tendenzen dieser Entwicklung (vgl. dazu auch die Stellungnahme der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der DGfE 2020). Diese und andere Krisen zum Ausgangspunkt nehmend, widmet sich der 18. Band des Jahrbuchs erziehungswissenschaftliche Geschlechterforschung folglich der Frage, wie Familie(n) unterschiedlichster Konstellationen unter krisenhaften Bedingungen mit Erziehungsherausforderungen umgehen und wie hierbei auf Geschlecht und Geschlechterdifferenz zurückgegriffen wird bzw. differenz konstruiert und Differenzierungen vorgenommen werden. Das Jahrbuch Erziehungswissenschaftliche Geschlechterforschung 2022 (Band 18, Verlag Barbara Budrich) wird neben diesem Themenschwerpunkt eine in ihrem Umfang begrenzte Rubrik für offene Beiträge enthalten. Diese können das Thema des Bandes in einem erweiterten Kontext aufgreifen oder thematisch unabhängig sein. Erbeten sind Beiträge, die explizit aus einer erziehungswissenschaftlichen und geschlechtertheoretischen Perspektive argumentieren bzw. Geschlecht und Erziehung zum zentralen Gegenstand haben. Die Beiträge können empirischen, theoretischen oder methodologischen Charakter haben. Erwünscht sind auch Rezensionen und Sammelrezensionen zu Veröffentlichungen aus unterschiedlichen Kontexten der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung, die sich vorzugsweise, aber nicht ausschließlich mit dem Schwerpunkt dieses Bandes beschäftigen. Sowohl für die Beiträge zum Schwerpunktthema als auch für den offenen Teil wird um die Zusendung eines Exposés (max. 3.000 Zeichen) bis zum 15.09.2020 gebeten. Den vollständigen Call finden Sie hier

Veranstaltungen

Marie-Luise Braun Spitzenkräfte - Porträts von Frauen in Führungspositionen – Online-Lesung mit Marie-Luise Braun am 02. Juli 2020

Spitzenkräfte! Frauen leisten viel – und führen selten. Wie aber gelingt es, in Führung zu kommen und eine solche Position auszufüllen? Was unterstützt dabei? Wie geht man mit Hindernissen um? Und wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Diesen Themen widmet sich das Buch „Spitzenkräfte. Porträts von Frauen in Führungspositionen“ von Marie-Luise Braun. Dreizehn beeindruckende Persönlichkeiten berichten von ihrem Weg in die Führungsebene. Damit schließt das Buch eine Lücke, denn vielen Frauen fehlen berufliche Vorbilder – vor allem in Führungspositionen. „Spitzenkräfte“ stellt Frauen unterschiedlicher Führungsebenen aus Politik, Start-up-Szene, Beratung, Handwerk, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Darunter Prof. Dr. Antje Boetius (Leiterin Alfred-Wegener-Institut), Hiltrud Werner (Vorstand VW), Dr. Ellen Ueberschär (Vorstand Böll-Stiftung) und Dr. Julia Verlinden (MdB für Bündnis 90/Die Grünen). Das Buch endet mit einer Essenz, die Anregungen für das eigene Handeln gibt. Weitere Informationen zur Online-Lesung finden Sie hier

Das Livestreaming wird hier zu sehen sein: https://www.youtube.com/user/LagerhalleOsnabrueck 

Handlungsfähig werden! Sexismus und Antifeminismus widersprechen – Online-Workshop am 10. Juli 2020

Beim Familientreffen, bei der Mitfahrgelegenheit oder in der Kneipe mit den Kumpels - immer wieder begegnet man sexistischen Äußerungen oder ist sogar mit antifeministischen Positionen konfrontiert: „Man darf Frauen ja nicht mal mehr ein Kompliment machen.“, „Gleichstellung? Das haben wir doch eigentlich schon.“, „Die Gender Studies wollen unsere Kinder frühsexualisieren!“ Doch wann ist eine klare Kante, wann sind inhaltliche Argumente und wann ein verständnisvoller Austausch gefragt? Wie reagiere ich als Betroffene*r und wie als erst einmal Danebenstehende*r?
Dieses mehrstündige interaktive Webinar bietet die Möglichkeit, sich über Handlungsstrategien gegen sexistische und antifeministische Positionen auszutauschen und diese praktisch im Online-Workshop auszuprobieren. Der Workshop ist für alle Gender offen. mehr

„Das wird man doch wohl noch sagen dürfen...“ Diskriminierung erkennen und Haltung zeigen – Workshop vom 11. – 12. Juli 2020

Sich positionieren und handeln gegen Diskriminierung in Zeiten von erstarkendem Rechtspopulismus. Wie gestalten sich aktuelle Diskriminierungsformen? Was ist meine Rolle darin? Und wie kann ich mich dagegenstellen und argumentieren? Was in der Öffentlichkeit gesagt werden „darf“, hat sich in den letzten Jahren weit nach rechts verschoben. Im privaten und beruflichen Umfeld werden wir mit rechtspopulistischen, rassistischen oder anderen diskriminierenden Äußerungen und Denkmustern konfrontiert. Um mehr Sicherheit zu gewinnen, was diskriminierend sein kann und was nicht, wird sich im Rahmen des Workshops mit verschiedenen Diskriminierungsformen und deren Auswirkungen auseinandergesetzt. Zusätzlich werden eigene Diskriminierungserfahrungen sowie eigenes diskriminierendes Verhalten reflektiert. Weiterhin wird sich mit unterschiedlichen rechtspopulistischen Äußerungen und Argumentationsmustern, der Stärkung der eigenen Haltung und der Entwicklung von Gesprächsstrategien beschäftigt. Mit wem möchte ich diskutieren, welche Haltung nehme ich dabei ein und wann entscheide ich mich für andere Handlungsstrategien? Verschiedene Gesprächssituationen werden simuliert, um die eigene Argumentationsfähigkeit zu trainieren und zu stärken. Dieser Workshop befähigt dazu, Diskriminierung im Alltag zu erkennen, Handlungs- und Argumentationslinien zu entwickeln und stärkt somit die eigene Klarheit und Handlungsfähigkeit. mehr

Antifeminismus zurückweisen – Webinar zum Umgang mit Angriffen auf Gleichstellung sowie geschlechtliche, sexuelle und familiale Vielfalt am 18. Juli 2020

Die Studie „toxic twitter“ von Amnesty International zeigt, dass ca. ein Drittel aller Frauen im Netz Erfahrungen mit geschlechtsspezifischen Angriffen macht. So geht es auch vielen anderen Menschen, die mit einer transgeschlechtlichen Identität oder homosexuellen Orientierung online sichtbar sind. Aber auch Gleichstellungspolitiken und –institutionen werden im Internet, insbesondere in Sozialen Medien unter Beschuss genommen. Das Webinar richtet sich an jene, die sich gegen antifeministische Aussagen im online-Kontext wehren wollen. Es wird ein Überblick über das Feld des Antifeminismus’ und die Folgen für Betroffene gegeben. Die Reaktionsweisen darauf sind individuell und situationsbezogen. Gemeinsam und anhand von Praxisbeispielen wird erarbeitet, wie Sie selbst in Online-Situationen handeln können: z.B. Diskutieren, Positionieren, Anzeigen, oder etwas ganz Anderes tun. Außerdem wird eine Reihe von Gesprächsstrategien vorgestellt, die Sie gleich ausprobieren können. mehr

Für Frauen: Erfolgreiche Kommunikationsmuster erkennen und stärken vom 21.09.2020 bis 22.09.2020 in Köln

Frauen sind hervorragende Kommunikatorinnen - sie kommunizieren einfühlsam, anschaulich, schaffen Verbindungen und sind häufig gute Zuhörerinnen. Aber natürlich können sie auch faktenorientiert, sachlich und konfrontativ. Stärken erkennen und ausbauen ist Ziel dieser Fortbildung. Das Seminar zeigt erfolgreiche Kommunikationsmuster auf und perfektioniert sie.

  • Das eigene Kommunikationsverhalten reflektieren
  • Theorie der Kommunikation und ihre praktische Relevanz
  • Umgang mit sich, mit Lampenfieber und mit schwierigen Situationen

Dieses stark an der Praxis orientierte Seminar gewinnt durch die Bearbeitung von Anliegen/ Beispielen/ Fragen der Teilnehmerinnen an Nachhaltigkeit. Mehr Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier

Hochschule und Politik

Kris Adlitz: Warum hält sich die Geschlechterungleichheit? Kris Adlitz: Warum hält sich die Geschlechterungleichheit?

Wie lassen sich die aktuellen Geschlechterverhältnisse in Deutschland erklären? Dieses Buch versucht eine umfassende und grundsätzliche Kritik der Zusammenhänge – von der Geschlechtszuweisung über die Lohn- bis zu den Rentendifferenzen, vom Versprechen des Glücks in der Liebe über Bettgespräche bis zum sexuellen Missbrauch, von der Vereinbarkeitsproblematik über sexistische Witze bis zur LGBTI*-Bewegung. Dazu werden die üblichen Denkweisen problematisiert: Weder Rollenzuschreibungen noch die Biologie biparentaler Fortpflanzung, die kulturelle Ordnung der Zweigeschlechtlichkeit oder das Patriarchat können die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse sinnvoll bestimmen. Erst eine Kritik der bürgerlichen Herrschaftsformen erklärt, warum sich die Geschlechterkultur gewandelt hat und die Geschlechterungleichheit in Deutschland bestehen bleibt. mehr zum Buch

Aufenthaltsrecht auf Zeit. Was Professor*innen über ihren Bildungsaufstieg erzählen

Die französischen Kolleg_innen haben es vorgemacht – nach Pierre Bourdieus Soziologischem Selbstversuch (2002) und Didier Eribons Rückkehr nach Reims (2016) wird erzählbar, was bislang lieber schamhaft verschwiegen oder als unerheblich für den Weg zur Universität abgetan wurde: eine bildungsferne soziale Herkunft. Stimmen von Frauen, mit Ausnahme von Annie Ernaux (z. B. Die Jahre (2019), Erinnerungen eines Mädchens (2020)), kommen im Diskurs jedoch kaum vor. Das Buch Vom Arbeiterkind zur Professur von Julia Reuter, Christina Möller, Markus Gamper und Frerk Blome fügt authentische Sichtweisen aus der bundesdeutschen Bildungslandschaft hinzu und lässt verhältnismäßig viele Professorinnen zu Wort kommen, darunter solche, die für die deutschsprachige Geschlechterforschung prägend waren und sind. mehr

Frauenförderung in der Informatik zwischen Empowerment und Stereotypen-Reproduktion

Der Informatik mangelt es an Frauen* – das ist seit Jahren die Ausgangsbasis des Forschungsfeldes „Frauen in der Informatik“. Doch ist es wirklich so einfach: mehr Frauen* = eine bessere Informatik? Sind Fördermaßnahmen, die auf Frauen* als homogene, biologisch determinierte Gruppe abzielen, wirklich geeignet, um nachhaltige Veränderungen in der Informatik zu bewirken? mehr

Aus Corona Lernen: Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern abbauen

In der Corona-Krise drohen erhebliche Rückschritte in der Gleichstellung von Frauen und Männern. Denn die politischen Maßnahmen zum Umgang mit dem Virus vernachlässigen die Lebenswirklichkeiten von Frauen und Mädchen und setzen auf längst überholt geglaubte Geschlechterrollen. Damit unsere Gesellschaft aus dieser Krise gerechter und sensibilisierter hervorgeht, als sie hineingeraten ist, fordert der DF tiefgreifende wirtschafts-, finanz- und sozialpolitische Veränderungen. Ziel ist ein gesellschaftlicher Paradigmenwechsel, der Menschen und nicht Märkte in den Mittelpunkt politischen Handelns stellt. Was aus Sicht der größten Frauenlobby dafür getan werden muss, beschreibt eine neue Textreihe unter dem Titel „Geschlechtergerecht aus der Krise“. Teil 1 startet mit grundsätzlichen Überlegungen und Forderungen für eine geschlechtergerechte Krisenpolitik: gerechte Verteilung von Finanzhilfen, gleichberechtigte Teilhabe an politischen Entscheidungen und eine zukunftsweisende Gleichstellungsstrategie. Die Textreihe „Geschlechtergerecht aus der Krise“ können Sie ab sofort auf der Website des Frauenrates unter www.frauenrat.de/corona verfolgen.

Arbeitsprogramm des Wissenschaftsrats Januar – Juli 2020: Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Gender Studies in Deutschland

Der Wissenschaftsrat erstellt derzeit Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Gender Studies in Deutschland (mit Bestandsaufnahme). Die Empfehlung soll in der 2. Jahreshälfte 2020 fertiggestellt werden. Auszug - Arbeitsprogramm S. 24/25: „Die Gender Studies, die sich in den letzten Jahrzehnten im deutschen Wissenschaftssystem etabliert haben, sind durch eine große disziplinäre und thematische Breite gekennzeichnet und an zahlreichen Hochschulen sowie außeruniversitären Einrichtungen vertreten. Bislang fehlt eine Bestandsaufnahme, die Auskunft über die Struktur, die wissenschaftliche Qualität in Forschung und Lehre, die nationale und internationale Vernetzung sowie die Transferleistungen dieses Forschungsfeldes gibt. In Absprache mit den anderen Bundesländern hat die Freie und Hansestadt Hamburg den Wissenschaftsrat mit Schreiben vom 26. November 2019 um eine umfassende Evaluation der Gender Studies unter Berücksichtigung aller relevanten Einrichtungen in Deutschland gebeten. Diese Strukturbegutachtung soll sich gleichermaßen auf Forschung und Lehre an Hochschulen sowie die außeruniversitäre Forschung (einschließlich Ressortforschung) erstrecken und dabei prüfen, wie es um die Gender Studies in Deutschland insgesamt bestellt ist. Auf dieser Grundlage soll zudem aufgezeigt werden, wie dieses Forschungsfeld in Deutschland weiterentwickelt werden sollte und wie Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftspolitik in Bund und Ländern zu dieser Weiterentwicklung beitragen können. Der Wissenschaftsrat wird zur Durchführung dieser Strukturbegutachtung eine Arbeitsgruppe einsetzen, die ihre Beratungen in der zweiten Jahreshälfte 2020 aufnehmen soll. Eine Vorlage des Empfehlungsentwurfs in der zweiten Jahreshälfte 2022 wird angestrebt.“ zum Arbeitsprogramm

Jenseits symbolischer Anerkennung: Arbeits- und Geschlechterverhältnisse neu gestalten

Kranken- und AltenpflegerInnen, aber auch Supermarktkassierer*innen erleben dieser Tage Ungewohntes und Gewohntes zugleich: Neu ist die mediale Aufmerksamkeit für ihre Leistung und deren gesellschaftliche Thematisierung, bekannt ist die weiterhin geringe monetäre Gratifikation. Ihre Tätigkeit wird als systemrelevant bezeichnet, was meinen soll, dass ihre Erwerbsarbeit eine tragende Stütze der Gesellschaft ist. Vom Gegenteil zeugt allerdings bspw. der viel zu geringe Kollektivvertragsabschluss in der Sozialwirtschaft in Österreich im Zuge der Corona-Pandemie sowie die Tatsache, dass Supermarktkassierer*innen teilweise entgegen öffentlichkeitswirksamer Beteuerungen der Lebensmittelbranche mit Bonuszahlungen im symbolischen Bereich abgespeist werden. mehr

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Letzte Änderung: 30.06.2020 - Ansprechpartner: Webmaster